Ehrenpreis der Sony World Photography Awards 2017 für Martin Parr

Auszeichnung für die Dokumentation der Dramatik im Alltäglichen

ITALY. Venice. 2005. © Martin Parr

Der britische Dokumentarfotograf wird beim größten Fotowettbewerb der Welt mit dem Preis für „Herausragende Leistungen für die Fotografie“ ausgezeichnet. Im Rahmen der Award-Gala am 20. April wird Martin Parr die Auszeichnung in London persönlich entgegennehmen. Seine selten gezeigten Werke werden im Rahmen der Ausstellung im Somerset House vom 21. April bis 7. Mai in London zu sehen sein.

Martin Parr steht für einen neuen Weg der Dokumentarfotografie. Im Lauf seiner mehr als 40-jährigen Karriere setzte er sich immer wieder mit Themen aus den Bereichen Freizeit, Konsum und Kommunikation auseinander. Sein einzigartiger, doppeldeutiger Blick auf das Weltgeschehen, bringt Menschen rund um den Globus dazu, die Dramatik im Alltäglichen zu entdecken. In minutiösen Details hält Parr die Welt so fest, wie er sie sieht und reflektiert dabei ohne Scheu nationale Eigenheiten wie auch internationale Phänomene.

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Rezension: Andreas Jorns. Sensual Nude

Sensual Nude. Aktfotografie in Schwarzweiß Book Cover Sensual Nude. Aktfotografie in Schwarzweiß
Andreas Jorns
Aktfotografie
dpunkt.verlag
15. Dezember 2016
Hardcover
326

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Aktfotografie als „Königsdisziplin“ der Menschheitsfotografie?

Als Königsdisziplin der Menschheitsfotografie – so bezeichnet der Haaner Fotograf Andreas Jorns die Aktfotografie und stellt in diesem Zusammenhang die These auf, Aktfotografie sei eine logische Fortsetzung bzw. sogar die Vollendung der Porträtfotografie. Oder: Aktfotografie als „Porträtfotografie ohne Kleidung“. Nun kommt der Autor des Buches aus der Porträtfotografie und beschreibt für andere Fotografen mit ähnlicher Provenienz die nötigen Schritte und Stolperfallen auf dem Weg zur Aktfotografie.

Warum Königsdisziplin der Menschheits- bzw. Porträtfotografie? Weil es sich bei der Aktfotografie eben um ein sehr heikles Gebiet handelt und die gewünschte Ästhetik schnell abzurutschen droht in billige und obszöne Bilder. Das Zusammenspiel von Inszenierung, Lichtsetzung, Schärfe und Unschärfe erfordert stets ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl, um für Model und Fotograf unangenehme bis peinliche Ergebnisse zu vermeiden.

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TV-Tipp: NaturNah: Verliebt in Amrum

17.01.2017 / 18:15 / 30 min / NDR
NaturNah: Verliebt in Amrum 
Ein Film von Inga Golde

Unterwegs mit dem Inselfotographen

Inselfotograf Sven Sturm dokumentiert seit sieben Jahren die Natur auf Amrum. © NDR/clipart,

Amrum gehört mit gut 20 Quadratkilometern Fläche zu den eher kleineren Nordseeinseln. Wer hier lebt oder Urlaub macht, sucht die Ruhe abseits der Hektik und genießt die Natur: vom endlosen Sandstrand und riesigen Dünen, über urwüchsigen Wald und Salzwiesen bis hin zum Watt.

Vor 13 Jahren macht Hobbyfotograf Sven Sturm das erste Mal Urlaub auf Amrum und verliebte sich sofort in die Insel. Auch nach der Rückkehr aufs Festland ist die Sehnsucht nach einem Leben auf Amrum geblieben. Der damalige Ingenieur und Manager kündigte seine feste Anstellung, absolvierte ein zweites Studium und wurde Lehrer für Mathematik und Physik auf der Insel. Seit sieben Jahren lebt der Naturfotograf mit seiner Frau und zwei Kindern auf der Nordseeinsel. Die Dokumentation begleitet den Naturfotografen bei seinen Streifzügen über Amrum.
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Licht, Schatten und Chemie: Fotografie ohne Kamera

Fotogramm, Luminogramm, Chemigramm und Cliché Verre

Floris M. Neusüss, Nachtbild 039, 1991, Fotogramm

Das Licht ist die wichtigste Voraussetzung für jedes fotografische Bild und entsprechend im Namen des Mediums manifest. Licht und Schatten waren und sind aber nie nur Voraussetzung für das endgültige Bild, sondern immer auch eine Herausforderung.

In der faszinierenden Ausstellung der in focus Galerie in Köln geht es um Fotografie ohne Kamera – gestern und heute. Es ist „pure“ Fotografie, basierend auf dem ureigenen Prinzip von Licht und lichtempfindlichem Träger. Das Licht steht als Akteur im Mittelpunkt. Es spielt sowohl eine ideelle als auch formgebende Rolle: das Licht als Phänomen, als Kontrast zur Dunkelheit, als Thema und Motiv, sein Einfluss und seine unmittelbaren Auswirkungen auf Gegenstände und die verwendeten Materialien.

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Bernd Sannwald. Was wahr.

Was ist real, was verfremdet?

Labyrinth by Bernd Sannwald

Mit einer Ausstellung des Münchner Kunstfotografen Bernd Sannwald startet die Galerie Drächslhaus in das Jahr 2017. Noch bis zum 4. Februar sind die großformatigen Fotografien mit rätselhaften Darstellungen von Alltäglichem, geheimnisvollen Strukturen und Formen zu sehen. Was ist Realität, was ist digital verfremdet? Ihr wahres Gesicht zeigen die Fotografien von Bernd Sannwald erst nach dem zweiten oder dritten Blick.

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