Empfehlenswert: Jamel Shabazz. Reflections from the 80s

Darüber freut sich nicht nur die ausstellende Galerie, sondern auch wir: Bilder von Jamel Shabazz, ein kleines Juwel unter den Ausstellungen dieses Monats.

Empfehlenswert: Jamel Shabazz: Reflections from the 80s

Eröffnung Freitag, 6. März 2015, 18.00 – 21.00 Uhr

Die Hardhitta Gallery freut sich, ab dem 7. März 2015 die erste Einzelausstellung des amerikanischen Fotografen Jamel Shabazz präsentieren zu dürfen. Unter dem Titel Reflections from the 80s werden in den temporären Räumen in der Limburger Straße in Köln achtzehn Arbeiten gezeigt, die in den 1980er Jahren in New York entstanden sind und das Leben auf den Straßen New Yorks dokumentieren.

Jamel Shabazz wurde 1960 in Red Hook/Brooklyn geboren. Mit dem Aufkommen der Hip-Hop-Kultur in den 70er Jahren kam der junge Shabazz zunächst mit der Graffiti-Kunst in Berührung und fand kurze Zeit später in der Fotografie einen Weg, sich künstlerisch zu artikulieren.

Noch unschlüssig darüber, welchen Lebensweg er einschlagen sollte, diente er zunächst drei Jahre als Soldat in Deutschland, bevor er nach seiner Rückkehr in die USA 20 Jahre als Gefängniswärter arbeitete. Angetrieben davon, mit Menschen aus sozialen Brennpunkten ins Gespräch zu kommen, verbrachte er seine Freizeit damit, die Kamera als „Sprachrohr“ einzusetzen und erlangte auf diese Weise einen besonderen Zugang zu seinen Mitmenschen. Hierbei war die Straße der Ort, der ihn am stärksten beeinflusste, denn dort traf er auf die verschiedensten Menschen mit all ihren Gedanken, Problemen, Hoffnungen und Träumen und sah sich zum anderen mit einem Straßenbild, das von rivalisierenden Gangs, Drogenhandel und Festnahmen geprägt war, konfrontiert. Doch war es gerade dieser harte Kontrast, der Shabazz fotografisch beflügelte und sein OEuvre letztendlich zu dem werden ließ, für das er seit 40 Jahren bekannt ist.

Indem sich Jamel Shabazz in nahezu altruistischer Art um viele Jugendliche seiner Nachbarschaft kümmerte und ihnen half, sich in die Gesellschaft zu integrieren und ihrem oftmals perspektivlosen und gewalttätigen Alltag zu entfliehen, wurde er mit der Zeit für viele der Jugendlichen zu einem Mentor (Shabazz: „Ich fokussiere mich besonders auf die Jugend, weil sie die Zukunft repräsentiert und am stärksten Gefahr läuft, dem System zum Opfer zu fallen.“).

Seine Fotografien dienen Shabazz als visuelles Tagebuch – zeitgleich sind sie eine Sammlung von Erinnerungen an Momente, Gespräche und Menschen, denen er begegnet ist. Sie spiegeln persönliche Beziehungen wieder und erzählen ihre eigene Geschichte. Auf einfühlsame und doch direkte Art werfen Shabazz’ Porträts einen Blick auf sein Gegenüber und zeigen gleichzeitig das „Besondere“ in jedem Einzelnen. Dieser ganz spezielle Einblick in die Seele der Porträtierten sowie das Zusammenspiel aus kultureller Vielfalt und Nähe zeichnet Shabazz‘ Fotografien aus und machen ihn zu einem der wichtigsten Chronisten unserer Zeit. Noch heute dienen seine Werke als Inspiration für internationale Modetrends, globale Jugendkulturen und unzählige Filme.

Die Werke von Jamel Shabazz sind in folgenden Sammlungen vertreten:
The Whitney Museum of American Art, The Rubell Collection, The Smithsonian Museum of African  American Art and Culture, The Schomburg Center for Research in Black Culture, The Kenneth Montague Collection, The Brooklyn Public Library
Seine Ausstellungsbeteiligungen umfassen u.a.:
The Victoria and Albert Museum, London, UK / Brooklyn Museum of the Arts, Brooklyn, NY / The  Newark Museum of Art, Newark, NJ / The Bronx Museum of the Arts, NY / Museum of the City of  New York, NY
Einzelausstellungen:
Community, The Bronx Museum of the Arts, NYC (2008) / Men of Honor, The African American Museum, Philadelphia, PA (2007) / Reflections, Corridor Gallery, NYC (2006) / A Time Before  Crack, The Powerhouse Gallery, NYC (2005) / Urban New York, The Dadi Torjon Gallery, Buenos  Aires, ARG (2003) / The Eighties Dazed/ Confused Gallery, London, England (2002) / Back in the  Days The Prosper Gallery, NYC (2001) / True Signs Galerie Beaurepaire, Paris, France (1991)

Besucherinformationen

Hardhitta Gallery
Limburger Straße 21, 50672 Köln
Tel: +49 (0) 163 6130 694
[email protected] 

Ausstellungsdauer: 7. März bis 29. März 2015 / Eröffnung: 6. März 2015, 18.00 – 21.00 Uhr

Bilder und Texte mit freundlicher Genehmigung von Hardhitta Gallery.

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