TV-Tipp: Über den Inseln Afrikas: 2. Mauritius

TV-Tipp: Über den Inseln Afrikas: 2. Mauritius

10.03.2015 / 14:15 / WDR
Über den Inseln Afrikas: 2. Mauritius
Ein Film von Thomas Wartmann

Renaud Van der Meeren ist Fotograf und Paramotorpilot. Mit seinem motorisierten Gleitschirm unternimmt er Expeditionen in die entlegensten Winkel der Erde, um Menschen und Landschaften aus der Luft zu fotografieren. Renaud wollte Jetpilot werden, studierte Musik an der Sorbonne, wurde dann Skilehrer, Fotomodell und Fotoassistent, bevor er mit dem glücklich wurde, was er heute tut. Besonders gerne übt er seinen Beruf auf Mauritius aus, denn nirgends findet er so viele Motive wie auf der „süßesten Perle des Indischen Ozeans“. Diesmal arbeitet er an einem Fotoband über Mauritius – zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

Hier gibt es einen ersten Eindruck:

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Renauds Foto-Expedition führt ihn im Tiefflug über Zuckerrohrfelder, zu Traumhochzeiten in Luxushotels und auf Tauchgänge zu Unterwasser-Wracks. Aber auch den ältesten Krämerladen in der Hauptstadt Port Louis lernt er kennen und Michel Legris, den berühmten Sänger der Insel, dessen Vorfahren noch Sklaven waren.

Abenteuerlich wie sein ganzes Leben ist Renauds Begegnung mit dem Kite-Surf-Weltmeister Nico Kux: Bei spektakulären Luftaufnahmen über der Lagune muss Renaud mit starkem Wind kämpfen – und der ständigen Gefahr, seinen Gleitschirm mit Nicos Kite zu verheddern. Weit weniger gefährlich dagegen sein nächstes Motiv: Sidah, die älteste Fischerin der Insel, möglicherweise der Welt. Renaud hat sie aus der Luft in ihrer Piroge entdeckt. „Der große Vorteil am Paramotor ist“, sagt er, „dass man tief und langsam fliegt und unmittelbar mit den Menschen kommunizieren kann. Die Leute fragen sich dann: Was ist das für ein Kerl da oben. Sidah öffnet dem Kerl ihr Herz und erzählt, dass es die Liebe war, die sie zur Fischerin gemacht hat.

Renaud, Schöngeist und Abenteurer, bleibt auf seiner Reise vom Glück gesegnet. Bei einem spektakulären Absturz mit dem Paramotor bricht er sich nur den kleinen Zeh und kann nach ein paar Tagen weiterfliegen. Am Ende hat er Tausende neuer Fotos im Gepäck – und die Gewissheit, dass er immer wieder zurückkehren wird zur süßesten Perle im Indischen Ozean.

Text mit freundlicher Genehmigung des WDR.

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