TV-Tipp: Bruno und der Bär

02.01.2016 / 18:00 / 30 min / ARD-Alpha
Welt der Tiere: Bruno und der Bär
Produziert: Deutschland, 2014

Mit Wildlifefotograf Bruno d‘ Amicis durch die Abruzzen

Ein Bär. Bild: BR/Andrea Rüthlein.

Seit einiger Zeit koordiniert Wildlifefotograf Bruno d‘ Amicis die „rewilding Apennines“-Initiative. Im Mittelpunkt steht die Wiederkehr der großen Grasfresser Wildpferd, Wisent und Rothirsch. Im Gefolge Luchse, Bären und Wölfe. Alles was menschlichem Tun einst weichen musste, ist jetzt wieder erwünscht. In den Abruzzen sollen Schutzgebiete zu Korridoren nach Rumänien, den Ostkarpaten, dem kroatischen Velebit verwildern. Doch bis dahin liegt ein langer Weg vor Bruno d’Amicis.

Vielleicht 50 Abruzzenbären – eine Unterart der Braunbären, die nur im italienischen Nationalpark Abruzzen-Latium-Molise und seiner Umgebung vorkommt – gibt es mittlerweile wieder. Das ist trotzdem zu wenig, um eine sichere Zukunft für das Wahrzeichen dieser Region zu garantieren. Fast die Hälfte des Bärennachwuchses überlebt das erste Jahr nicht. Das soll sich jetzt mit Hilfe eines engagierten Wildtierfotografen und der Rewilding Europe Initiative ändern.

Bruno mit einer Fotofalle. Bild: BR/Andrea Rüthlein.

Knapp zwei Autostunden entfernt von Rom, in der südlichsten alpinen Region Europas, liegt die Heimat der Bären. Die Abruzzen bilden den gebirgigsten Teil des Apennin, jenes 1500 Kilometer langen Höhenrücken, der sich von den Alpen bis zum Stiefelende durch ganz Italien durchzieht.

Nicht nur der Abruzzenbär, sondern auch der italienische Wolf lebt hier. Beute gibt es genug: Große Hirschrudel durchstreifen die einsamen Berge, dazu Wildschweinrotten und Rehwild. Wehrhafte Kuhrassen laufen frei, ebenso halbwilde Pferde. In den über 2000 Meter hohen Bergen hat man die fast ausgestorbene Abruzzengämse erfolgreich wieder angesiedelt.

Bruno (vorne) mit dem Octocopter. Bild: BR/Andrea Rühtlein.

Viele Dörfer sind verlassen, weil die Menschen Arbeit in der Stadt suchten. Die Wildnis kehrt von allein in die malerischen Ruinen zurück, und das ist eine Chance für die verbliebenen Anwohner: Ökotourismus soll wieder Arbeitsplätze schaffen. Denn nun sind die Abruzzen zu einer der besten Regionen Europas für das Beobachten von wilden Tieren geworden.

Das Tal der AbruzzengŠmse.Honorarfrei lediglich fŸr AnkŸndigungen und Veršffentlichungen im Zusammenhang mit obiger BR-Sendung bei Nennung: Bild: BR/Andrea RŸthlein. Die Nutzung im Social Media-Bereich, sowie inhaltlich andere Verwendungen nur nach vorheriger schriftlicher Vereinbarung mit dem BR-Bildarchiv, Tel. 089 / 5900 10580, Fax 089 / 5900 10585, Mail Pressestelle.foto@br.de
Das Tal der Abruzzengämse. Bild: BR/Andrea Rüthlein.

Der preisgekrönte Wildlifefotograf Bruno D’Amicis hat dort seine Wurzeln und unterstützt die Rewilding Apennine Initiative. Denn auch wenn er auf der Suche nach Motiven in der ganzen Welt zuhause ist, gilt seine wahre Liebe den Abruzzen mit seinen magischen Bären, den scheuen Wölfen und der „schönsten Gams der Welt“, wie die Italiener die Abruzzengämse liebevoll bezeichnen.
Jedes Jahr im Frühsommer, wenn fast alle wilden Tiere Nachwuchs bekommen haben, ist Bruno D’Amicis mit seiner Kamera in den Abruzzen unterwegs und hofft, die ersten Bärenjungen zu sehen. Denn jeder kleine Meister Petz zählt…

Filmautorin Andrea Rüthlein und ihr Team begleiten Bruno D’Amicis bei seinen Streifzügen durch die wilden Abruzzen.

Bilder und Texte mit freundlicher Genehmigung des BR.

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