TV-Tipp: Der Erlkönig-Jäger. Mit Vollgas den Prototypen hinterher

Ein Katz- und Mausspiel

28.02.2016 / 18:00 / 30 min / ZDF
Der Erlkönig-Jäger: Mit Vollgas den Prototypen hinterher
ZDF.reportage
Autor: Frank Gensthaler
Ein Testwagen mit Tarnfolie – ein so genannter Erlkönig. Copyright: ZDF/Frank Gensthaler

In dieser Folge führt Andreas Conradts Reise zunächst nach Birmingham in England. Dort legt er sich an einer privaten Teststrecke auf die Lauer. Gerade als er den ersten Prototypen im Fokus hat, entdeckt ihn der Sicherheitsdienst. Auch bei seinem Einsatz in Italien bekommt Andreas Conradt ungebetenen Besuch. Diesmal sogar von der Polizei. Sein Plan vom exklusiven ersten Foto eines neuen Geländewagens gerät ins Wanken.

Die Puzzlestücke sammeln und zusammensetzen. Drehbericht von Filmautor Frank Gensthaler

Insgesamt fünf Drehreisen standen bei dieser Begleit-Reportage auf dem Programm, jede für sich ein Abenteuer. Anfang des Jahres ging es nach Schweden, in den hohen Norden, nur wenige Kilometer vom Polarkreis entfernt. Das bedeute für uns: nur sieben Stunden Tageslicht und Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Eine echte Herausforderung für das Team und das Kameraequipment.

Andreas Conradt ist Erlkönig-Jäger. Copyright: ZDF/Frank Gensthaler

Bis zu sechs Lagen Klamotten können zwar gegen minus 18 Grad helfen, allerdings nicht auf Dauer. Zweistündige Aufenthalte an der frischen Luft können dann schnell zur Qual werden. Vor allem, wenn noch der Fahrtwind auf dem Schneemobil hinzukommt. Aber das Schneemobilfahren war trotzdem eine neue spannende Erfahrung. Im Gelände ist das wie ein Rodeo-Ritt – und auf den zugefrorenen Seen ein Gleiten, was dem Fliegen wohl sehr nahekommt. Nur nicht daran denken, dass sich unter den Kufen eigentlich nur Wasser befindet und dass eigentlich keiner genau weiß, wie dick das Eis wirklich ist. Doch was am meisten in Erinnerung geblieben ist und uns am meisten beeindruckt hat, war die atemberaubende Landschaft Lapplands.

Fahrwerkstest unter extremen Bedingungen: Auf dem Nürburgring testen die Autokonzerne ihre neuesten Modelle. Copyright: ZDF/Frank Gensthaler

Neben den extremen Wetterbedingen war das Besondere an den Dreharbeiten, dass nichts geplant werden konnte und eigentlich immer alles anders kam als gedacht: Das zweite Schneemobil sprang nicht an, Schnee und Nebel machten uns einen Strich durch die Rechnung, das Auto, das wir zwei Tage verfolgten, war dann doch schon vorgestellt worden und daher ein Foto davon nichts wert. Am Nürburgring war der erhoffte Hersteller gar nicht vor Ort, in England hat eigentlich auch nichts geklappt und am letzten Drehtag in Italien waren wir kurz davor, alles hinzuschmeißen, als dann doch noch …

Gudio ten Brink gehört zum Team von Andreas Conradt. Er ist Erlkönig-Spezialist am Nürburgring. Copyright: ZDF/Frank Gensthaler

Um sich darauf vorzubereiten, wenn man das überhaupt konnte, musste man immer äußerst flexibel reagieren und vor allem detektivisch arbeiten. Wie es unser Protagonist immer so schön sagte: die Puzzlestücke sammeln und zusammensetzen! Das war zwar anstrengend, aber sehr spannend, weil man morgens nie wusste, was einen am Abend erwarten würde. Das hat am meisten Spaß gemacht, denn wer spielt nicht gerne mal Jäger.

Bilder und Texte mit freundlicher Genehmigung von ZDF.

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