Rezension: Michael Zwahlen. Stockfotografie

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Mit Fotolia, Shutterstock und Co. Geld verdienen

Es ist der Untertitel des Buches, der einen dazu bringt, es in die Hand zu nehmen. Wer möchte nicht seinem Hobby nachgehen und dabei den ein oder anderen Kreuzer verdienen oder das Gefühl haben, dass seine Werke mit barer Münze entlohnt werden? Stockfotografie scheint hierfür ideal zu sein. Wenn die eigene Kunst schon nicht für Museen und Galerien reicht, dann sollte doch zumindest eine Vermarktung im Bereich Werbung/Webdesign möglich sein! Michael Zwahlen sagt uns bestimmt wie das geht. – Ja, macht er. Und zieht uns dabei manchen Zahn, auf dem „alles easy“ steht.

Der Autor

Michael Zwahlen ist langjähriger Stockfotografie-Profi und arbeitet für mehrere internationale Agenturen. Sein Blog www.michaeljayfoto.com zeugt von seiner Kompetenz. Man kauft ihm von der ersten Seite an ab, dass er weiß, wovon er spricht.

Das Buch

Wer sich für Stockfotografie interessiert und durch das Angebot an Ratgebern blättert, stellt schnell fest,

  • dass das Thema komplexer ist als angenommen
  • dass die Schwerpunkte ähnlich liegen und nicht in erster Linie mit Fotografie zu tun haben
  • dass er seine fotografischen Aktivitäten auf eine Art und Weise umstellen muss, die ihm zunächst fremd erscheinen. Kreativität ist sicher wichtig – kommt aber in der Wichtigkeit erst nach Akribie, Struktur, Fleiß und Bürokram.

Auch Michael Zwahlens Buch ist hier nicht die Ausnahme. Was es trotzdem ein wenig aus der Masse abhebt ist seine Offenheit. Beispielfotos, die er zur Illustration der Kapitel verwendet, stammen alle aus seinem Fundus und werden mit wertvollen Begleitinformationen zu Verkäufen, Erlösen und technischen Feinheiten versehen. Ok, wer mit „Geld verdienen“ im Untertitel wirbt, der sollte auch Zahlen nennen. Michael Zwahlen hat kein Problem damit und zeigt bereitwillig seine Tops und Flops.

Michael Zwahlen Stockfotografie
Beispielbild aus dem Buch „Stockfotografie“ von Michael Zwahlen. Im Buch heißt es dazu: „Blogs gehören zu regelmäßigen Käufern von Stockfotos. Bedenken Sie dies auch bei der Formatwahl: Titelbilder in Blogs und sozialen Medien erfordern oft ein breiteres Panoramaformat.“ Wie wahr! 🙂

Thematisch wird das Thema umfassend behandelt. Von „Warum überhaupt?“ über Kamera- und Retusche-Lektionen bis hin zu Rechtsfragen und „Welche Agentur ist die richtige für mich?“ reicht das Spektrum. Dabei wirkt Zwahlen in Sprache und Ausdruck immer verständlich, hilfsbereit und kompetent. Der Informationsgehalt des Buches ist groß.

Für wen ist dieses Buch geeignet?

Natürlich für alle, die Stockfotografen werden möchten. Sie bekommen Aspekte aufgezeigt, die sie vielleicht nicht konkret im Auge hatten und ein Gespür für die Dinge, auf die es in erster Linie in diesem Berufsfeld ankommt. Michael Zwahlen schafft es dabei, an die Mauern, die er aufbaut, auch gleich Leitern zu stellen. Er macht Mut, es zu versuchen und er ist sich nicht zu schade, von eigenen Schwierigkeiten zu erzählen.

Fazit

Wer in das Thema Stockfotografie einsteigen möchte, sollte Michael Zwahlen lesen. Der Leser wird umfassend informiert werden und am Ende nicht entmutigt sein. Es gilt ein paar Regeln und Prioritäten zu berücksichtigen – aber es ist machbar. Und wenn man dann nicht das große Geld damit verdienen sollte, liegt es sicher nicht an Michael Zwahlens Buch…. 🙂

Die Daten

Michael Zwahlen. Stockfotografie – Mit Fotolia, Shutterstock und Co.Geld verdienen erschien am 1. September 2016 im dpunkt.verlag. 314 Seiten, komplett in Farbe, Broschur 19 x 25 cm. Das E-Book ist in Vorbereitung.
ISBN 978-3864903700
Preis Buch 29,90 Euro
Hier geht es zur Leseprobe.

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Rezension: Gerhard Reininger

Unsere Bewertung:
5 Sterne

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