Traces of Hope – Teil 5

Afghanistan 2011

Dies ist die fünfte Folge unserer Artikelserie mit Reportagefotograf Jo Müller und über sein Projekt Traces of Hope. In den vorherigen Artikeln haben wir über die Motivation, die Vorbereitung, das Material berichtet. Ich wollte natürlich auch wissen: was kommt heraus bei so einer Reise? Was bringt Jo mit nach Hause? Lohnen sich all der Aufwand und die Gefahr? Die nächsten Artikel zeigen daher einige der besten Bilder jeder Reise – wir machen wenige Worte, die Bilder sprechen für sich.

Wir beginnen im Jahr 2011 und Jo erzählt:

Bereits seit 5 Jahre nutze ich meine Urlaube, um in Krisen- und Kriegsgebieten Fotos zu machen und nach Spuren von Hoffnung zu suchen. Manchmal gelingt das. Manchmal nicht. Aber meistens kommen ein paar ganz ordentliche Bilder bei rum.

Als ich mit Anja drüber sprach, dass ich ein Best-of mache, da dachte ich: kein Problem. Aber dann saß ich da. Überflog über 15.000 Bilder. Erinnerungen kamen hoch. Viele wunderbare, einige intensive, ein paar schlimme… und schwupps war die Flasche Grauburgunder leer.

Es ist vollkommen unmöglich, DIE besten Bilder heraus zu suchen. Denn an jedem einzelnen hängt eine bestimmte Situation und erinnerte Emotion. Hier dennoch einige meiner Lieblinge, die mir besonders am Herzen liegen – aus vollkommen unterschiedlichen Gründen.

Irgendwo im Nirgendwo zwischen Kundus und Masar-e Scharif in einem UH-60 Blackhawk Hubschrauber des sogenannten „Pony Express“ - ist wie Bahncard. Nur geiler.

Qargha Lake bei Kabul. Links Freizeitzelte, rechts die Taliban, in der Mitte der See und drüber ein Kampfhubschrauber der Afghanischen Streitkräfte.

Wieder unterwegs, Türen auf, Aussicht genießen - irgendwo vor Faizabad.

In einem Vorort von Camp Marmal bei Masar. Die Jungs waren großartig. Lustig und freundlich - und kurioserweise immer gut gelaunt.

Freizeitpark in Masar-e Scharif. Ich war mit deutschen und amerikanischen Soldaten unterwegs. Und die Bank war frisch gestrichen…

Kurz vor Kundus, wo es damals für Soldaten und Zivilisten gleichermaßen heftig zur Sache ging. Im Bild der Bordschütze am M-240 Maschinengewehr eines UH-60 Blackhawks.

Masar-e Scharif. Kids spielen auf der Straße und baden im Bach. Im Hintergrund die Bundeswehr. „We don’t care.“

 Fortsetzung folgt!

Bis dahin gibt es mehr Informationen

– auf Jos Homepage: www.jomueller-photography.com
– und auf seiner Facebook-Seite

© Netzwerk Fotografie und Jo Müller.

Jedwede Art der Veröffentlichung, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung.

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Die anderen Artikel verpasst? Macht nichts: bitte hier entlang!
Traces of Hope – Teil 1. Auf der Suche nach Hoffnung in Kurdistan
Traces of Hope – Teil 2. Eine gute Idee?
Traces of Hope – Teil 3. Die Vorbereitung
Traces of Hope – Teil 4. Das Material
Traces of Hope – Teil 6. Afghanistan 2012
Traces of Hope – Teil 7. Afghanistan 2013

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Anja Hoenen

Marketing und Pressearbeit bei Netzwerk Fotografie
Anja betreut das Netzwerk Fotografie redaktionell und als Leiterin der Marketing- und Presseabteilung.
Anja Hoenen