Arne Reimer – American Jazz Heroes

Alte Bekannte

Das Haus der Fotografie Burghausen eröffnete mit „Arne Reimer – American Jazz Heroes“ die erste Ausstellung der neuen Saison, die noch bis zum 7. Mai 2017 zu sehen ist.

Der Fotograf Arne Reimer (geb. 1972) reiste mehrfach in die USA, um bekannte, aber manchmal bereits wieder in Vergessenheit geratene Protagonisten zu treffen, die die Entwicklung des Jazz wesentlich mitgeprägt haben. Reimer besuchte die MusikerInnen in ihrem vertrauten Zuhause, führte Interviews und fertige Portraits an. Es entstanden stille Charakterstudien, die eine Nähe zu den Menschen herstellen und auf vordergründige Inszenierung verzichten. Oft war Reimer bei diesen alten Legenden der letzte Besucher, denn einige der Portraitierten sind mittlerweile verstorben.

Neben der Serie entstanden zwei von der Presse (FAZ, Zeit, Spiegel, NZZ) gefeierte Bücher mit dem Titel „American Jazz Heroes“, die die Helden in Wort und Bild feiern.

Die Ausstellung im Haus der Fotografie in Burghausen zeigt erstmalig neben den Fotografien dieser Serie weitere, bisher unveröffentlichte Bilder von amerikanischen Jazzmusikern, die Reimer in den letzten 15 Jahren fotografiert hat.

So wird die Geschichte des Jazz abseits der Konzertbühne durch persönliche Begegnungen in Wort und Bild erzählt.

Arne Reimer sprach zur Ausstellungseröffnung am 18. März 2017 über seine Arbeit und seine Begegnungen mit den Musikerinnen und Musikern.

Nicht nur visuell standen der amerikanische Jazz und seine Protagonisten im Mittelpunkt des Eröffnungsabends.

Mit dem für die Ausstellungseröffnung zusammengestellten musikalischen Programm „Hommage“ stellte das Hugo Siegmeth Trio unmittelbaren Bezug zu Arne Reimers Bildern und dem Schaffen der abgebildeten Musiker her.

Mit Stücken wie Sonny Rollins legendärem „St. Thomas“, Ornette Colemans „Turnaround“ oder Carla Bleys skandinavisch anmutendem „Utvicklingssang“ spannte das Trio einen Bogen von der großen amerikanischen Tradition bis hin zum Jazz der Gegenwart.

Der mit mehreren Preisen ausgezeichnete Jazz-Saxophonist Hugo Siegmeth hatte sich dafür mit dem Klangzauberer Alex Haas am Kontrabass und Christoph Holzhauser am Schlagzeug, seines Zeichens auch Drummer der Urban Brass Band „Moop Mama“, zwei kongeniale musikalische Partner eingeladen.

In ihrer eigenen, ganz persönlichen und einfallsreichen Klangsprache griffen sie Kompositionen der ausgestellten Musik-Heroen auf.

Ganz im Sinne der Musik Hugo Siegmeths, die „überrascht, weil sie sich zu einer atmosphärischen Reise in die Jazzenzyklopädie entfaltet, ihren roten Faden behält und sich zum Schlüssigen addiert. Weil das hochkontrolliert bleibt, ohne auf Spaß und Spontanität zu verzichten. Weil es den alten Stoff tatsächlich zu etwas Neuem wendet. Selten bekommt man so dezent und sicher arrangiert den Beweis, dass zum Wohin auch ein Woher gehört.“ (SONIC)

Über Arne Reimer

Arne Reimer (geb. 1972 in Rendsburg) studierte Fotografie in Leipzig und erhielt 2003 ein Fulbright-Stipendium, wodurch er ein Masterstudium am Massachusetts College of Art in Bosten (USA) absolvieren konnte. Von 2006-2012 war Reimer als künstlerischer Mitarbeiter an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig tätig und arbeitet seither als freier Fotograf für diverse Magazine und Plattenfirmen.

Besucherinformationen

Haus der Fotografie, Dr. Robert-Gerlich-Museum Burghausen
Burg 1, D-84489 Burghausen
Tel. +49 (0)8677 4734

Ausstellungsdauer: bis 7. Mai 2017
Öffnungszeiten: Di bis So und Feiertags 10-18 Uhr
Eintritt: 2 Euro, ermäßigt 1 Euro, unter 18 Jahren frei

Bilder und Texte mit freundlicher Genehmigung von: Haus der Fotografie.

American Jazz Heroes Volume 2: Besuche bei 50 Jazz-Legenden (Gebundene Ausgabe)


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Anja Hoenen

Anja Hoenen

Marketing und Pressearbeit bei Netzwerk Fotografie
Anja betreut das Netzwerk Fotografie redaktionell und als Leiterin der Marketing- und Presseabteilung.
Anja Hoenen