Krieg der Bilder: Pressefotografie von 1945-1955

Tagung in Wien vom 4. bis 6. Oktober 2017

Basch, Johann und Fritz, Die 4 im Jeep reichen sich die Hände, 14. September 1955, Oberösterreichische Nachrichten, Archiv Brüder Basch, A 2342, Umschlag 26

Zerbombte Städte, Besatzungsmächte, heimkehrende Kriegsgefangene – Pressefotos aus der Nachkriegszeit wirken ebenso bedrückend wie faszinierend. Im Rahmen einer Tagung zum Projekt War of Pictures des Wissenschaftsfonds FWF  werfen ExpertInnen von 4. bis 6. Oktober 2017 in Wien einen spannenden Blick auf die AkteurInnen, Hintergründe und Propagandastrategien der Pressefotografie nach 1945.

Interessierte können sich bis 29. September 2017 anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos. Hier sind die Details:

Fotograf unbekannt, Zeitungsleser des Wiener Kurier, National Archives Washington D.C. Still Picture Records, RG 306, PS-55-12029

“Uns ist es nicht nur erstmals gelungen, alle MitarbeiterInnen der alliierten Bilderdienste sowie selbständige österreichische PressefotografInnen dieser Ära zu ermitteln, sondern auch einen bislang ungeahnten Blick hinter die Kulissen der Bildpolitik der Besatzungsmächte zu werfen”, fassen die Projektmitarbeiterinnen Margarethe Szeless und Marion Krammer des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien die Ergebnisse zusammen.

Den Krieg der Bilder konnten letztendlich vor allem die USA für sich entscheiden.

Die Pictorial Section, so der offizielle Name des US-Bilderdienstes, hatte nämlich wesentlich mehr finanzielle Mittel zur Verfügung, den eigenen Service auszubauen und zu professionalisieren, als die übrige Besatzungskonkurrenz.

Hinzu kommt, dass sie mit der Bilderbeilage im Wiener Kurier den auflagestärksten Publikationskanal nutzen konnten.

“Die offensive Kulturpolitik der Amerikaner – auch als ‘Coca-Colonisation’ bezeichnet – war auch deshalb so erfolgreich, weil die Verantwortlichen zu einem Trick griffen: Sie boten der heimischen Presse ihr Material kostenlos an”, ergänzt Szeless.

Die Tagung

War of Pictures 1945 – 1955. Pressefotografie und Bildkultur im befreiten/besetzten Österreich ist eine Tagung des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien.

  • Wann: 4. bis 6. Oktober 2017
  • Wo: Auftaktvortrag am 4.10. in der Sensengasse 3, A-1090 Wien, Alois-Wagner-Saal (ÖFSE), Tagung am 5. und 6. 10. am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Währingerstraße 29, A-1090 Wien
  • Anmeldung: Interessierte können sich bis 29. September 2017 hier anmelden.
  • Die Teilnahme ist kostenlos.
  • Hier geht es zum ausführlichen Programm

Mehr Informationen:

Artikel von Markus Steiner in uni:view, dem Online-Magazin der Universität Wien

Anja Hoenen

Anja Hoenen

Marketing und Pressearbeit bei Netzwerk Fotografie
Anja betreut das Netzwerk Fotografie redaktionell und als Leiterin der Marketing- und Presseabteilung.
Anja Hoenen

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