Die heißeste Preisverleihung des Jahres

DGPh vergibt den Bildungspreis 2018 in Passau

Die heißeste Preisverleihung des Jahres
Der Vorstand der Sektion Bildung, umringt von glücklichen Preisträgerinnen. Foto: © Michael Ebert

Am 31. Juli vergab die Sektion Bildung der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) in Passau ihren mit 1.000 Euro dotierten Preis an das fotografische Seminar Philosophieren über Fotografie, konzipiert und realisiert von Martina Zöls, Kunstlehrerin am Gymnasium Untergriesbach.

Die Passauer Galeristin Eva Riesinger unterstützte das Schulprojekt und richtete auch die Preisverleihung aus. Aus diesem Anlass wurden die fotografischen Arbeiten der SchülerInnen, von ihnen eigenverantwortlich kuratiert, in der Soiz Galerie präsentiert.

Zu Ehrung der engagierten Lehrerin und ihrer SchülerInnen kamen neben dem Vorstand der Sektion Bildung, Dr. Sandra Abend, Berti Kamps und Jan Schmolling, auch Michael Ebert aus dem geschäftsführenden Vorstand und weitere Mitglieder der DGPh in die Dreiflüssestadt, darunter die ehemalige Kölner Bürgermeisterin Angela Spizig, die der Gesellschaft seit langem verbunden ist. Auch zahlreiche interessierte Jugendliche, KünstlerInnen und Stammgäste fanden trotz tropischer Temperaturen den Weg in die Galerie im Zentrum der malerischen Altstadt.

In ihrer Laudatio betonte Sandra Abend die immense Wichtigkeit von Projekten, die Medienkompetenz fördern. Martina Zöls habe den Jugendlichen in ihrem Seminar in beispielhafter Weise die Geschichte und kulturelle Relevanz des Mediums Fotografie vermittelt. Diese Kenntnisse wurden dann in individuell ganz unterschiedlichen praktischen Konzepten verdichtet.

Im Anschluss daran führten die Seminarteilnehmerinnen Anna-Lena Schoefer und Lea Herleinsberger eine kurze Szene auf, in der sie ironisch und mit viel Talent darstellten, warum die kulturelle Relevanz des Medium Fotografie so oft unterschätzt wird. Engagiert verdeutlichten Laura Kaiser, Xhyla Musliu und Anna-Lena Schoefer vor ihren Arbeiten, wie komplex die Weltsprache Fotografie ist. Neben dem Konzept steht die gelungene Umsetzung und natürlich vor allem auch die Bildaussage. Mal mythologisch, mal sozialkritisch oder philosophisch und von beeindruckender technischen Qualität sind die Bilder des Seminars Philosophieren über Fotografie.

Martina Zöls berichtete in ihrer Danksagung von der frühen Leidenschaft zur Fotografie, die von ihrem Umfeld nicht immer verstanden wurde. Ihr Kunstlehrer bestärkte sie jedoch weiterzumachen. Heute gibt sie diese Begeisterung an ihre SchülerInnen weiter und vermittelt ihnen neben der Medienkompetenz auch philosophisches Denken und wissenschaftliches Arbeiten. Das wurde nun mit dem Bildungspreis der DGPh gewürdigt.

Mehr Informationen über das Seminar finden sich hier.

via: Pressemitteilung der Deutschen Photographischen Gesellschaft (DGPh).

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