Kinostart: Geniale Göttin. Die Geschichte von Hedy Lamarr

Hollywood-Star und Wissenschaftlerin

Hedy Lamarr im Labor © The Everette Collection

Hedy Lamarr (Mädchen im Rampenlicht, Samson und Delilah) galt einst als weltweit schönste Frau und feierte als Filmschauspielerin besonders in den 1940er Jahren große internationale Erfolge. Ihr Dasein als Wissenschaftlerin und ihre Pionierarbeit im Bereich der Mobilfunktechnik war hingegen nie Teil öffentlicher Diskussion.

Das ändert nun der Dokumentarfilm von Alexandra Dean, der am 16. August 2018 in unsere Kinos kommt.

Hedy Lamarr als Sandra Kolter in dem Film MÄDCHEN IM RAMPENLICHT (ZIEGFELD GIRL), 1941 ©The Everette Collection

Zu Unrecht als „ein weiteres schönes Gesicht unter vielen“ betitelt, hat Hedys eigentliches Erbe viel mehr Gewicht. Als österreichische Jüdin, die nach Amerika emigrierte, erfand sie ein störungsgesichertes Fernmeldesystem, das zur Niederlage des Dritten Reiches hätte beitragen können. Sie wollte ihr Patent der amerikanischen Marine übergeben, wurde aber abgewiesen – sie solle lieber Küsse gegen Kriegsanleihen verkaufen.

Kurz vor ihrem Tod entdeckten Wissenschaftler ihre Erfindung, die als Basis der heutigen Kommunikationstechnik für sichere WiFi-, GPS- und Bluetooth-Verbindungen dient.

Hedy Lamarr hat nie öffentlich über ihr Leben als Wissenschaftlerin gesprochen und so hat auch ihre Familie Hedys Erbe mit ihrem Tod begraben geglaubt. Es waren die Regisseurin Alexandra Dean und der Produzent Adam Haggiag, die vier Kassetten, auf denen Hedy ihr unbekanntes Leben dokumentierte, zutage brachten.

Die Kombination dieser Sprachaufnahmen mit vertraulichen Interviews ihrer Kinder, Familienmitgliedern, engsten Freunden und prominenten Bewunderern macht aus GENIALE GÖTTIN – Die Geschichte von Hedy Lamarr mehr als nur eine Dokumentation über die schöne Hedy Lamarr – es ist eine späte Würdigung ihres unentdeckten Lebens als Erfinderin und als Wissenschaftlerin, in der sie erstmals ihre eigene Geschichte erzählen darf.

Nach der Weltpremiere auf dem Tribeca Film Festival hat der Film den Preis „Best of Fest“ in Nantucket sowie den Publikumspreis auf dem San Francisco Jewish Film Festival gewonnen.

Besetzung

Hedy Lamarr, Mel Brooks, Jennifer Hom, Anthony Loder, Wendy Colton, Fleming Meeks, Richard Rhodes, Jan-Christopher Horak, Jeanine Basinger, Peter Bogdanovich, Anne Helen Petersen, Diane Kruger, Stephen Michael Shearer, Robert Osborne, Denise Loder DeLuca, Roy Windham, Manya Breuer, Guy P. Livingston, Tony Rothman, Prof. Danijela Cabric (UCLA), Nino Amarena, Michael Tilson Thomas, Arthur A. McTighe, Lodi Loder, James L. Loder, William J. Birnes, Dr. Lisa Cassileth, David Hughes, Major Darrell Grob.

Über Hedy Lamarr

  • Geboren am 09. November 1914 in Wien als Hedwig Eva Maria Kiesler, jüdischer Herkunft.
  • Wurde weltberühmt durch erste Filmerfahrungen in „Ekstase“ (1933), der vor allem durch seine Nackt- und Sexszenen für Aufruhr sorgte.
  • Nach gescheiterter Ehe mit einem Waffenfabrikanten, der ihr das Schauspielen untersagte, zog es sie nach Paris, London und schließlich nach Amerika. Hier gelang ihr unter dem Künstlernamen Hedy Lamarr der Durchbruch.
  • Zahlreiche Ehen und Affären, Mutter von 3 Kindern.
  • Lamarr wurde nicht nur durch das Mitwirken in zahlreichen Kinohits berühmt, sondern auch als Cover-Girl, Trendsetterin und Modeikone – und auch oft darauf reduziert.
  • Sie erfand in den 40er Jahren gemeinsam mit dem Komponisten Georg Antheil ein Fernsteuerungssystem für Torpedos als Waffe gegen die Nazis. Das Prinzip, das hinter der Erfindung steckt, ist heute Grundlage kabelloser Kommunikation.
  • Lamarr verbrachte ihren Lebensabend zurückgezogen in Florida, wo sie am 19. Januar 2000 starb.
  • Ihre bekanntesten Filme waren u.a.: Algiers (1938), Samson und Delilah (1949), Frau ohne Moral (1947).

Ob der Film auch in einem Kino in Ihrer Nähe gezeigt wird, können Sie kurz vor dem Starttermin bei Kino-Zeit.de nachschauen.

Anja Hoenen

Anja Hoenen

Marketing und Pressearbeit bei Netzwerk Fotografie
Anja betreut das Netzwerk Fotografie redaktionell und als Leiterin der Marketing- und Presseabteilung.
Anja Hoenen