TV-Tipp: Sebastião Salgado. Das Salz der Erde

29.08.2018 / 22:10 / 106 min / ARTE
Das Salz der Erde
Dokumentarfilm, Frankreich, 2017, SWR, ARTE
Regie: Juliano Ribeiro Salgado, Wim Wenders

Über den Fotografen und den Vater

TV-Tipp: Sebastião Salgado. Das Salz der Erde
Wim Wenders (li.) und Sebastião Salgado (re.) Foto: © SWR/NFP/J. Ribeiro Salgado

Der preisgekrönte Film präsentiert Leben und Arbeit des weltberühmten Fotografen Sebastião Salgado aus der Perspektive zweier Regisseure: der seines Sohnes Juliano Ribeiro Salgado, der seinen Vater in den vergangenen Jahren oft mit der Filmkamera begleitete, und der von Wim Wenders, Bewunderer von Salgados Fotokunst, selbst Fotograf und einer der großen Filmemacher unserer Zeit.

In den vergangenen 40 Jahren hat der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado auf allen Kontinenten die Spuren unserer sich wandelnden Welt und Menschheitsgeschichte dokumentiert. Dabei war er Zeuge wichtiger Ereignisse der letzten Jahrzehnte – von internationalen Konflikten, Kriegen und ihren Folgen, von Hungersnöten, Vertreibung und Leid. Seine beeindruckenden Fotoreportagen haben den Blick auf unsere Welt geformt.

TV-Tipp: Sebastião Salgado. Das Salz der Erde
Sebastião Salgado bei den Yali in Papua. Foto: © SWR/NFP/J. Ribeiro Salgado

Er selbst wäre seelisch an dieser Aufgabe fast zugrunde gegangen, wenn er nicht ein neues, ein gigantisches Fotoprojekt begonnen hätte: Genesis. Fast die Hälfte unseres Planeten ist bis zum heutigen Tag unberührt. Mit seiner Kamera widmet sich Salgado seit nunmehr fast einem Jahrzehnt diesen paradiesischen Orten unserer Erde, kehrt an den Ursprung allen Lebens zurück und offenbart uns eine wunderbare Hommage an die Schönheit unseres Planeten. Das Salz der Erde ist auch die bewegende Geschichte einer Vater-Sohn-Beziehung.

Der Film wurde vielfach prämiert: Er wurde unter anderem mit dem César für den besten Dokumentarfilm 2015 sowie 2014 auf dem Festival in Cannes mit dem Spezialpreis in der Sektion Un Certain Regard ausgezeichnet. 2015 war er für einen Oscar nominiert.

Bilder und Texte mit freundlicher Genehmigung von ARTE.

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