Vonovia Award für Fotografie 2018

Preisträgerinnen und Preisträger bekannt gegeben

v.l.: M. Brockhoff, Jury Vorsitzender, 1. Preisträger N. Hoppenheit , 2. Preisträgerin P. Markert, 3. Preisträgerin L. Wilde, Gewinnerin der Besten Nachwuchsarbeit N. Heitmann und K. Mergenschröer, Marketing. Bild: © Vonovia Award für Fotografie 2018

Im Rahmen der feierlichen Preisvergabe in Düsseldorf wurden am vergangenen Donnerstagabend die vier Preisträger des Vonovia Award für Fotografie 2018 ausgezeichnet. Der zum 2. Mal vergebene neue Fotoaward zählt mit 42.000 Euro Preisgeld zu den wichtigsten Wettbewerben für Fotografie. Rund 430 hauptberufliche FotografInnen und Nachwuchstalente haben ihre Bildstrecken zum Thema ZUHAUSE eingereicht.

Beste Fotoserie


© Vonovia Award für Fotografie 2018. Norman Hoppenheit (1. Preis Kategorie Beste Fotoserie), Dreesch, 2016_17, beide Fotos: © Norman Hoppenheit

Der 1. Preis (15.000 Euro) der Hauptkategorie Beste Fotoserie geht an den freien Fotografen Norman Hoppenheit (geb. 1984) für seine Serie Dreesch (2016/17), eine Plattenbausiedlung in Schwerin, in der er aufwuchs. „Hoppenheit geht mit seiner Serie der Frage nach, was von unseren Erinnerungen übrig bleibt. Wie ist es, wenn man nach Jahren an den Ort zurückkehrt, der einmal ein Zuhause war.“ (Ute Mahler, Jurymitglied)

© Vonovia Award für Fotografie 2018: Paula Markert  (2. Preis Kategorie Beste Fotoserie), Ring-Halqa, 2018. Foto: © Paula Markert

Mit dem 2. Preis (12.000 Euro) wird Paula Markert (geb. 1982) ausgezeichnet, die als freischaffende Dokumentarfotografin in Hamburg arbeitet und mit ihren Langzeitprojekten bereits mehrere Preise gewonnen hat. Ihre neue Arbeit Ring/Halqa (2018) ist Steilshoop gewidmet, einem Stadtteil im Norden Hamburgs, der 1969 für über 20.000 Menschen erbaut wurde. Der Fokus liegt auf den komplexen Herausforderungen, mit denen sich eine moderne multikulturelle Gesellschaft heute auseinandersetzen muss. Sie beleuchtet Prozesse, die das interkulturelle und interreligiöse Zusammenleben schildern.

© Vonovia Award für Fotografie 2018: Lara Wilde (3. Preis Kategorie Beste Fotoserie), Exposed Landscapes, 2016-18. Foto: © Lara Wilde

Der 3. Preis (10.000 Euro) geht an die freiberufliche Berliner Fotografin und Regisseurin Lara Wilde (geb. 1988). Sie gewann u.a. bereits den 2. Platz des Shift Photo Award und den 2. Preis des Fine Art Photography Price von Lensculture. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Serie Exposed Landscapes (2016-2018), die einen Einblick in den Privatraum der Protagonisten gibt. Die Fotografin beschreibt in eindrücklicher Weise eine psychologische Sicht auf das Zuhause. Dem Betrachter stellt sich die Frage: „Alles nur ein Traum, oder gibt es eine Wirklichkeit?“

 Beste Nachwuchsarbeit

In der Kategorie Beste Nachwuchsarbeit (5.000 Euro) setzt sich Nanna Heitmann (geb. 1995) mit ihrer Serie Weg vom Fenster – Das Ende einer Ära (2017) gegen 7 Finalisten durch. Heitmann, die in Hannover an der University of Applied Science and Arts studierte, arbeitet derzeit als freie Fotografin in Tomsk, Russland. Sie wurde 2018 bereits mit dem World Report Award | Documenting Humanity ausgezeichnet. Ihre Fotostrecke beschäftigt sich mit der Schließung der Zeche Prosper Haniel 2018. Sie war die letzte, noch aktive Zeche im Ruhrgebiet. Dort hat Nanna Heitmann das Ende einer Ära dokumentiert, den Kohleabbau und die Kumpel fotografiert, die nicht nur ihre Arbeit, sondern auch die Gruppe, die Gemeinschaft und die Kollegen verlieren werden.

© Vonovia Award für Fotografie 2018: Nanna Heitmann (Preisträger Beste Nachwuchsarbeit), Weg vom Fenster – Das Ende einer Ära, 2017. Foto: © Nanna Heitmann

 

Die Jury

Die Fachjury sichtete die eingereichten Serien mit über 4.000 Einzelbildern und wählte aus der 33 Kandidaten umfassenden Shortlist die diesjährigen Gewinner aus. Der Jury gehören an: Ingo Taubhorn, Kurator im Haus der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg; Anna Gripp, Chefredakteurin der Zeitschrift Photonews; Klaus Freiberg, Mitglied des Vorstands von Vonovia; Martin Brockhoff, freier Fotograf und Juryvorsitzender; Ute Mahler, Fotografin und Professorin an der Ostkreuzschule für Fotografie; Peter Bitzer, Geschäftsführer der Agentur laif und Peter Bialobrzeski, Professor für Fotografie an der Hochschule für Künste Bremen.

Der Vonovia Award für Fotografie

Die Potenziale der Fotografie im digitalen Zeitalter zu untersuchen, ist ein Ziel des Wettbewerbes, der sich auch der Entdeckung besonderer Positionen und neuer Talente widmet. Der Vonovia Award für Fotografie lädt Nachwuchs- und etablierte FotografInnen ein, sich mit dem Motto ZUHAUSE auseinanderzusetzen und das Thema auf künstlerische, konzeptionelle, journalistische oder dokumentarische Weise neu zu interpretieren. Das Preisgeld von 42.000 Euro wird jährlich aufgeteilt auf drei Hauptpreise für professionelle Fotografen und Künstler, die mit dem Medium Fotografie arbeiten, sowie einen Nachwuchspreis für junge Fotografen unter 26 Jahren. Der VONOVIA AWARD FÜR FOTOGRAFIE wurde 2017 ins Leben gerufen und wird 2018 zum 2. Mal verliehen.

Geplant ist eine Ausstellungsreihe mit den Arbeiten der Gewinner für 2019 in Hamburg, Berlin und Bochum. Als Kurator für die Ausstellungen wurde Matthias Harder (Helmut Newton Foundation, Berlin) berufen.

Zur Webseite des VONOVIA AWARD

Bilder und Text mit freundlicher Genehmigung von Goldmann Public Relations.

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Anja Hoenen

Anja Hoenen

Marketing und Pressearbeit bei Netzwerk Fotografie
Anja betreut das Netzwerk Fotografie redaktionell und als Leiterin der Marketing- und Presseabteilung.
Anja Hoenen