TVTipp: Die Sterngucker

26.01.2019 / 10:05 / 30 min / 3SAT
Die Sterngucker - Zwischen Himmel und Erde
Ein Film von Roland Huber
aus der ORF-Reihe "Österreich-Bild"

Zwischen Himmel und Erde

Sterngucker in voller Action: Sternwarte Gahberg. Foto: © ZDF/ORF/ORF-OÖ/Alexander Limberger

Wenn es Nacht wird, schlägt die Stunde der Sterngucker: Sie suchen Sterne, Zwergplaneten, fremde Galaxien, sie jagen Sternschnuppen, Asteroiden und „NEOs“ – erdnahe Objekte.

Fasziniert von der Frage, ob es „da draußen“ Leben gibt, lassen sie sich vom Nachthimmel inspirieren. Allein Oberösterreich zählt mehr als tausend Himmelsbeobachter. Filmemacher Roland Huber unternimmt eine faszinierende Entdeckungsreise mit Hobby-Astronomen.

Mit immer größeren Teleskopen sehen sie tiefer ins All als jemals zuvor und machen Entdeckungen, von denen ein Galileo Galilei nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Tagsüber sind sie Banker, Landwirte, Elektrotechniker, Unfallchirurgen. Aber am frühen Abend, lange bevor ein einziger Lichtpunkt am Himmel zu sehen ist, bereiten sich Erwin Filimon, Vorstand des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut (AAS), und die anderen Sterngucker hoch über dem Attersee auf eine Jagd nach Weißen Zwergen, Roten Riesen oder majestätischen Galaxien vor.

Abenteuer Sternenhimmel: Familie späht in den Himmel, Gahberg. Foto: © ZDF/ORF/ORF-OÖ/Roland Huber

Dietmar Hager ist Sternenfotograf. Seine Bilder zeigen ferne Welten, wie sie noch niemand gesehen hat. Der renommierte Chirurg will Menschen die Magie der Sterne näherbringen. Im „Deep Space“ des Ars Electronica Centers (AEC) in Linz fliegt er mit Besuchern bis zum Ende des Universums. Seit Jahren kämpft Hager gegen den Licht-Smog und warnt: „Mit der Lichtverschmutzung verschließen wir das Fenster zum Kosmos und grenzen unser Weltbild ein“.

Reise durch das Universum: Astrofotograf im Deep Space, AEC. Foto: © ZDF/ORF/ORF-OÖ/Alexander Limberger

Zu den Männern, die auf Sterne starren, gehört auch Egon Döberl. „Angefangen hat das mit zwölf Jahren. Ich habe durch ein Fernrohr geschaut, und dann haben mich die Sterne nicht mehr losgelassen“, erzählt der gelernte Maurer und nunmehrige Teleskopbauer aus Grünbach bei Freistadt. Die Europäische Südsternwarte (ESO) rückt in Chile mit zwölf Teleskopen „made im Mühlviertel“ erdähnlichen Planeten näher, ebenso wie viele andere Himmelsforscher aus aller Welt. Döberls Firma „Astrosysteme Austria“ (ASA) erlebt dadurch einen kometenhaften Aufstieg. Der Film begleitet den Unternehmer nach Serbien, wo das größte ASA-Teleskop steht, das bisher gebaut wurde. Nur damit gelingt es, sogenannte Doppelsterne zu erkennen – Sterne also, die am Himmel als nur ein einziger Stern erscheinen, weil sie so nahe beisammenstehen.

Das große Warten: Astrofotograf Kabaus kurz vor der Himmelsshow, Hohe Dirn. Foto: © ZDF/ORF/ORF-OÖ/Alexander Limberger

Das Filmteam hat auch den „königlichen“ Sterngucker Richard Gierlinger aus Rainbach im Innkreis besucht. Ihm ist eine seltene Ehre zuteil geworden: So wie der Chirurg Dietmar Hager ist auch er Mitglied der elitären „Royal Astronomical Society“ mit Sitz in London. Die große Leidenschaft des Innviertlers ist die Jagd nach kleinen Planeten. Deshalb trägt nun ein Asteroid ganz offiziell den Namen seiner Heimatstadt – „Schärding“.

Justin Kabaus aus Gallneukirchen porträtiert in spektakulären Zeitrafferaufnahmen den Sternenhimmel. Nächtelang harrt er dafür in der Kälte auf der Hohen Dirn aus. Denn für ihn ist die Nacht in den Bergen alles andere als schwarz.

Bilder und Texte mit freundlicher Genehmigung des ZDF.

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Anja Hoenen

Anja Hoenen

Marketing und Pressearbeit bei Netzwerk Fotografie
Anja betreut das Netzwerk Fotografie redaktionell und als Leiterin der Marketing- und Presseabteilung.
Anja Hoenen