World Press Photo 18 in Oldenburg

Venezolanischer Fotograf Ronaldo Schemidt eröffnet Ausstellung

Auch 2019 startet die World Press Photo Ausstellung in Oldenburg mit einem Ausrufezeichen. Der venezolanische Fotograf Ronaldo Schemidt, der das aktuelle Pressefoto des Jahres schoss, wird die spektakuläre Bildersammlung am 16. Februar persönlich eröffnen.

Die Fotoausstellung ist bis zum 10. März 2019 im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg zu sehen.

Paz. Frieden. So steht es an der Wand. Das Wort tritt aus dem Lauf einer ebenfalls aufgesprühten Pistole hervor. Ein Mensch rennt daran vorbei, er steht in Flammen. Eine unwirkliche Szene, aber dennoch real. Grausam, erschreckend, wachrüttelnd. Ronaldo Schemidt hat sie am Rande einer Demonstration in der venezolanischen Hauptstadt Caracas eingefangen. Sein Foto wurde von einer international besetzten Jury zum Pressebild des Jahres gewählt.

Ronaldo Schemidt, der für die Nachrichtenagentur Agence France Press in Mexiko arbeitet, wird am 16. Februar in Oldenburg zu Gast sein und die Ausstellung World Press Photo mit Erläuterungen zu seinem preisgekrönten Bild und seiner Arbeit offiziell eröffnen. Seinem Publikum wird er dabei als erstes berichten, dass José Víctor Salazar Balza überlebt hat – allerdings mit Verbrennungen ersten und zweiten Grades. Der Demonstrant hatte bei der Explosion eines Motorradtanks Feuer gefangen. Schemidt reagierte instinktiv: „Das spielte sich in meinem Rücken ab. Ich spürte das Feuer hinter mir und habe sofort abgedrückt.“

„Wir haben erst einmal kräftig geschluckt, als wir das Bild sahen“, räumt Claus Spitzer-Ewersmann ein, der Geschäftsführer der Agentur Mediavanti und Initiator der Ausstellung in Oldenburg. Er weiß, dass das Foto bei vielen Betrachtern mehr als nur einen kurzen Schockmoment auslöst. „Aber vielleicht brauchen wir genau solche Aufnah men, damit die Krisen und Konflikte in aller Welt bei uns nicht vergessen werden.“ Dass es gelungen sei, Ronaldo Schemidt für einen Besuch Oldenburgs zu gewinnen, freut den Medienmanager sehr: „Er reiht sich nahtlos in die Liste großartiger Eröffnungsgäste ein und wird den Besuchern viel zu erzählen haben.“

Bereits drei Mal hat die Schau der weltbesten Pressefotografien im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Station gemacht und dabei insgesamt knapp 50.000 Besucherinnen und Besucher in ihren Bann gezogen. Von Amsterdam ausgehend gastiert die Ausstellung Jahr für Jahr in rund 100 Städten rund um die Erde, darunter in Metropolen wie Paris, Singapur oder Toronto.

„Wie in den vergangenen Jahren setzen wir uns zum Ziel, das Thema Pressefotografie während der drei Ausstellungswochen zum Stadtgespräch zu machen“, gibt Claus Spitzer-Ewersmann die Marschrichtung für sein Team vor. Dafür sorgen wird unter anderem ein breites Rahmenprogramm. Es reicht von Diskussion und Vorträgen über den Fotoslam bis zu sonntäglichen Fotografenmatineen bei Kaffee und Croissant.

Eine Übersicht sowie Details zu den allen Veranstaltungen und zur Ausstellung finden sich im Programmheft, das online unter https://www.worldpressphotoausstellung-oldenburg.de/ abrufbar ist. Auch Social Media-Kanäle wie Facebook, Instagram und Twitter informieren und liefern darüber hinaus spannende Hintergrundgeschichten.

Die World Press Photo Ausstellung 2018 Oldenburg ist eine Veranstaltung der Mediavanti GmbH in Kooperation mit der World Press Photo Foundation, der Stadt Oldenburg und dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte.

Besucherinformationen

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg
Damm 1, D-26135 Oldenburg
Tel +49 (0)441 220 7300

Ausstellungsdauer: 16. Februar bis 10. März 2019
Öffnungszeiten: Di bis So 10-18 Uhr
Eintritt: 6 €, ermäßgt 4 €, 7-17 Jahre 1,50 €, bis 6 Jahre frei

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg. Textquelle: Pressemitteilung der MEDIAVANTI GmbH.

Unsere chronologische Übersicht aktueller Fotoausstellungen im deutschsprachigen Raum.

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