Architekturfotografie: Berliner U-Bahnhöfe 1953–1994

Underground Architecture

Die Berlinische Galerie zeigt noch bis zum 20. Mai 2019 Architekturfotografien der Berliner U-Bahnhöfe und berichtet auch von deren Entstehungsgeschichte. Sehenswert!

Sachlich-schlichte Eleganz, knallig bunter Pop und historisierende Kathedralarchitektur: Die zwischen 1953 und 1994 entstandenen Berliner U-Bahnhöfe prägen mit ihrer unverwechselbaren, der Nachkriegs- und Postmoderne verhafteten Gestaltung bis heute die tägliche Lebenswelt der Berliner. Zunächst von tiefgreifender Umgestaltung bedroht, stehen heute dank des Einsatzes einer jungen Generation von Wissenschaftlern, Fotografen und Filmschaffenden 27 von 82 dieser unterirdischen Bauwerke unter Denkmalschutz.

Die Berlinische Galerie nimmt dies zum Anlass, erstmals Einblicke in Konzepte und Entstehungsgeschichten ausgewählter U-Bahnhofarchitekturen zu geben. Vor dem Hintergrund der geteilten Stadt und der 1949 gegründeten beiden deutschen Staaten zeigen etwa die Beispiele der Bahnhöfe Tierpark, Schloßstraße und Rathaus Spandau, wie sich die Sonderrolle Berlins als Schauplatz eines anhaltenden Ost-West-Konflikts auch auf deren Gestaltung auswirkte. Als Teil der Sammlungspräsentation verdeutlichen ausgewählte Exponate die entstandene formale Vielfalt der Berliner U-Bahnarchitektur und ihr Potential als kulturelle Identifikationsorte.

Architekten und Fotografen

Chris M. Forsyth (*1995), Bruno Grimmek (1902–1969), Rainer G. Rümmler (1929–2004), Ralf Schüler (1930–2011) und Ursulina Schüler-Witte (*1933)

Wissenschaftliche Beratung: Ralf Liptau, Verena Pfeiffer-Kloss und Frank Schmitz (Initiative Kerberos)

Die Ausstellung erfolgt in Kooperation mit: Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Historisches Archiv der BVG, Initiative Kerberos, Landesarchiv Berlin, Landesdenkmalamt Berlin, Deutsches Technikmuseum Berlin.

Sie wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Tagung

Im Rahmen der Ausstellung findet vom 20. bis 23. Februar 2019 die internationale Tagung Underground Architecture Revisited in der Berlinischen Galerie statt. Nähere Informationen gibt es auf der Webseite des Landesdenkmalamts Berlin.

Besucherinformationen

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124-128, D-10969 Berlin
Tel +49 (0)30-789 02-600

Ausstellungsdauer: bis 20. Mai 2019
Öffnungszeiten: Mi bis Mo 10–18 Uhr, Di geschlossen
Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 7 Euro, bis 18 Jahre frei

Bilder und Texte mit freundlicher Genehmigung von Berlinische Galerie.

Unsere chronologische Übersicht aktueller Fotoausstellungen im deutschsprachigen Raum.

U-Bahnhof Bundestag Berlin 2016 | Europa: Kunst im öffentlichen Raum (Taschenbuch)


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Anja Hoenen

Marketing und Pressearbeit bei Netzwerk Fotografie
Anja betreut das Netzwerk Fotografie redaktionell und als Leiterin der Marketing- und Presseabteilung.
Anja Hoenen