Marina Faust erhält Otto-Breicha-Preis für Fotokunst

Würdigung für mehr als 40 Jahre Kreativität

Marina Faust. Aus der Serie Basquiat-Mort Paris, 1989 – 1990/1989. Laserkopien von chromogenen Abzügen. Fotosammlung des Bundes am Museum der Moderne Salzburg

Seit 1983 vergibt das Museum der Moderne Salzburg alle zwei Jahre einen Preis für Fotokunst, der seit 2007 von der Familie Breicha gefördert und als Otto-Breicha-Preis für Fotokunst – Museum der Moderne Salzburg an einen österreichischen oder in Österreich lebenden Fotokünstler oder an eine Fotokünstlerin verliehen wird. Die 17. Preisträgerin heißt Marina Faust.

„Ich gratuliere Marina Faust herzlich zur Auszeichnung und möchte mich bei den Jury Mitgliedern und besonders bei Familie Breicha für ihre großzügige Unterstützung des Preises bedanken“, so Thorsten Sadowsky, Direktor Museum der Moderne Salzburg.

Die Jury, bestehend aus Christa Breicha, Saskia Breicha, Lisl Ponger (Otto-Breicha-Preisträgerin 2017), Anna Grip (Herausgeberin der Zeitschrift Photonews) und Christiane Kuhlmann (Museum der Moderne Salzburg) begründet ihre Entscheidung wie folgt:

Porträt Marina Faust. Foto: © Vincent Arbelet

„Das Werk von Marina Faust ist facettenreich und erstreckt sich mittlerweile über mehr als 40 Jahre.

Sie hat viel in Paris gearbeitet, aber immer Kontakt zu österreichischen Künstler_innen wie etwa Franz West gehalten und mit ihnen performative Projekte realisiert.

Interessant ist, dass sie aus ihren angewandten Arbeiten immer wieder eigenständige fotografische Arbeiten entwickelt hat.

Die Grenzen sind bei ihr fließend und es ist Teil ihres Konzeptes der Irreführung und des Hinterfragens, was die Fotografie und was die Kunst leisten kann.

Für die Jury war es überzeugend, wie Marina Faust in den letzten Jahren neue ästhetische und materielle Formen für Arbeiten aus ihrem persönlichen Archiv geschaffen hat.

Diese zeigen konzeptuelle Ansätze, die gleichermaßen sinnlich und medienreflexiv erscheinen.

Das Werk von Marina Faust spiegelt die spezielle Geschichte des Museums wieder.

Eine große Serie ist noch unter Otto Breicha sowohl für die Fotosammlung des Bundes als auch für die Sammlung Fotografie des Museums angekauft worden.“

Der Preis ist mit 5 000 Euro dotiert und mit einer Einzelausstellung der Preisträgerin 2020 im Museum der Moderne Salzburg am Standort Rupertinum verbunden. Zusätzlich erscheint ein Katalog zur Ausstellung.

Marina Faust. Le papier de toilette I, 1989. Silbergelatineabzug auf Barytpapier. Museum der Moderne Salzburg

Bisherige Preisträger

Bisherige Preitsträger sind u. a. Friedl Kubelka, Seiichi Furuya, Peter Dressler, Margherita Spiluttini, Ilse Heider, Matthias Hermann, Leo Kandl und zuletzt Lisl Ponger, deren Ausstellung Lisl Ponger. Professione: fotografa noch bis zum 24. März 2019 zu sehen ist.

Bilder und Texte mit freundlicher Genehmigung von Museum der Moderne Salzburg.

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Anja Hoenen

Anja Hoenen

Marketing und Pressearbeit bei Netzwerk Fotografie
Anja betreut das Netzwerk Fotografie redaktionell und als Leiterin der Marketing- und Presseabteilung.
Anja Hoenen