TVTipp: Mit dem Frachtschiff durch die Karibik

14.03.2019 / 13:30 / 45 min / BR
Mit dem Frachtschiff durch die Karibik
Deutschland, 2017

Reisen in ferne Welten

Lichtspiele auf dem Frachtschiff. Foto: © BR/SR/Claas Vorhoff

Die Fotografin Franziska Taffelt bereist die Karibik als Passagierin auf einem Containerschiff. So bekommt sie exklusive Einblicke in eine besondere (Arbeits-)Welt und verschiedene Länder. Für Taffelt ist diese Reise die perfekte Mischung zwischen Arbeitsalltag auf einem Schiff und dem individuellen touristischen Programm in den Zielhäfen.

Sechs Monate ist die Besatzung eines Containerschiffes im Schnitt auf See. Kontakt zu Freunden und Familie hat sie nur über das Internet und das auch nur, wenn das Schiff im Hafen liegt. Essen, Schlafen, Wache schieben, Rost beseitigen: Der Alltag der Besatzung auf einem Containerschiff ist auf Dauer sehr eintönig. Da ist ein Passagier, in diesem Fall die Fotografin Franziska Taffelt, immer eine willkommene Abwechslung.

Die Krönung auf ihrer Frachtschiffsreise sind die Landgänge. Ihre ersten Touren unternimmt Franziska Taffelt noch in der Dominikanischen Republik. Eines der Highlights ist die Bootstour durch den marinen Nationalpark Los Haitises. Die beeindruckenden Mangroven sind ein Paradies für Vögel aller Art und die vorgelagerten Inseln bieten die Idylle der Karibik in Reinform.

Franziska Taffelt am Strand. Foto: © BR/SR/Claas Vorhoff

Puerto Rico ist als Überseegebiet durch und durch amerikanisch, auch wenn die historische Altstadt noch einen wenig spanisch/kolonialen Charme versprüht. Für die Fotografin bleibt allerdings nur wenig Zeit, denn der Fahrplan hat sich mal wieder geändert und die Conti Elektra kommt Stunden später als geplant im Hafen von San Juan an.

Auch in Costa Rica legt das Containerschiff erst abends an und in den frühen Morgenstunden schon wieder ab. Dafür ist die nächste Station, Panama, umso beeindruckender. Franziska Taffelt besucht die Gatunschleusen. Erste Station für Schiffe auf ihrem Weg vom Atlantik zum Pazifik durch den Panamakanal. Absolutes Highlight ist allerdings der Besuch bei den Emebera Quera. Das abgeschiedene Dorf des indigenen Volkes ist nur per Boot zu erreichen. Auf einem Einbaum geht es tief in den Dschungel. Auch wenn die Embera auf den Besuch von Touristen eingestellt sind, hat sich das kleine Volk viel von seiner Kultur bewahrt.

Bilder und Texte mit freundlicher Genehmigung des BR.

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Anja Hoenen

Anja Hoenen

Marketing und Pressearbeit bei Netzwerk Fotografie
Anja betreut das Netzwerk Fotografie redaktionell und als Leiterin der Marketing- und Presseabteilung.
Anja Hoenen