#womenphotographer vol. I in Zürich

Starke Bilder großer Fotografinnen

Foto: Ruth Orkin © Ruth Orkin Photo Archive

Die Photobastei widmet sich bis zum 5. Mai 2019 mit zwei Ausstellungen der Fotografie von Frauen. Den Anfang macht ab dem 15. März #womenphotographer vol. I .

Die Ausstellung zeigt Werke herausragender Fotografinnen des 20. Jahrhunderts mit Bildern von Merry Alpern, Nan Goldin, Roswitha Hecke und Marianne Müller sowie weiteren Fotografien von Berenice Abbott, Diane Arbus, Elinor Carucci, Germaine Krull, Dorothea Lange, Vivian Maier, Inge Morath und Ruth Orkin.

Ab 28. März 2019 ergänzt eine Zusammenarbeit mit dem Globetrotter World Photo diesen weiblichen Schwerpunkt mit preisgekrönten Reportagearbeiten von vier Fotografinnen.

Foto: Inge Morath © Inge Morath / Magnum Photos

Anders als die traditionellen Disziplinen der Bildenden Kunst wie Bildhauerei und Malerei war Fotografie von Beginn an als Medium gleichberechtigter.

Sie ermöglichte den Frauen ihre Vorstellung eines selbstbestimmten, kreativen Lebens umzusetzen, zu reisen und ihr eigenes Geld zu verdienen.

Bertha Wehnert Beckmann gilt als erste Berufsfotografin.

Ab 1843 bestritt sie ihren Lebensunterhalt mithilfe der Daguerreotypie – einem frühen fotografischen Verfahren.

Sie eröffnete ein Fotoatelier auf dem Broadway, in dem sie Persönlichkeiten aus Politik und Zeitgeschichte porträtierte.

Zahlreiche weitere Fotografinnen folgten ihrem Beispiel.

Sie experimentierten mit angewandter Fotografie, mit Fotografie als Kunstform, als Mittel zur Dokumentation und zur Selbstdarstellung.

Ab den 1920er Jahren brillierten Fotografinnen auch im Fotojournalismus.

Mac Donegal Street New York City. Foto: © Berenice Abbot

Gerda Taro, Margaret Bourke-White und Dorothea Lange brachten es, neben zahlreichen anderen, zur Meisterschaft in dem Genre.

Oft thematisieren Fotografinnen die Lebensumstände von Frauen und Kindern, dokumentieren soziale Randgruppen, konzentrieren sich auf das Alltägliche und untersuchen den weiblichen Körper schonungslos mit der Kamera.

Wählen sie diese Themen abseits der großen Weltpolitik, da sie ihnen seit jeher von der Gesellschaft zugeschrieben wurden?

Oder nicht vielmehr deshalb, weil sie sich einen intimen Zugang zu ihren Sujets erarbeiten können, der ihren männlichen Kollegen meist verwehrt bleibt?

Oder gibt es sie doch, die spezifisch weibliche Sichtweise, den female gaze?

Die Ausstellung #womenphotographer Vol. I erhebt nicht den Anspruch einen repräsentativen Überblick über die Fotografie von Frauen zu geben. Sie möchte Einblicke in das diverse Schaffen von Fotografinnen eröffnen und Anstoß dazu sein, sich vertiefend mit ihrem Blick auf die Welt zu beschäftigen.

Die Wanderausstellung, kuratiert von Gisela Kayser (Freundeskreis Willy-Brandt-Haus) und Katharina Mouratidi (f3 – freiraum für fotografie), kommt nach der Premiere in Berlin nach Zürich. Sie wird ergänzt mit Schwerpunkten zu Nan Goldin, Roswitha Hecke und Merry Alpern, kuratiert von Romano Zerbini.

Besucherinformationen

Photobastei
Sihlquai 125, CH-8005 Zürich
Tel +41 44 240 22 00

Ausstellungsdauer: bis 5. Mai 2019
Öffnungszeiten: Mi bis Sa 12-21 Uhr, So 12-18 Uhr
Eintritt: 12 CHF, ermäßigt 8 CHF

Bilder und Texte mit freundlicher Genehmigung von Photobastei.

Unsere chronologische Übersicht aktueller Fotoausstellungen im deutschsprachigen Raum.

Meisterinnen des Lichts: Große Fotografinnen aus zwei Jahrhunderten (Broschiert)


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Anja Hoenen

Anja Hoenen

Marketing und Pressearbeit bei Netzwerk Fotografie
Anja betreut das Netzwerk Fotografie redaktionell und als Leiterin der Marketing- und Presseabteilung.
Anja Hoenen