Rezension: David Ulrich. Zen – der Weg des Fotografen

Zen – der Weg des Fotografen Book Cover Zen – der Weg des Fotografen
David Ulrich
Bildgestaltung
dpunkt.verlag
1 Dezember 2018
Hardcover
222

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Konzentration, Achtsamkeit und Beobachtungsgabe

Die meditativen Lehren des Zen sind auch sehr gut in der Fotografie anwendbar.

Wie und warum das funktioniert, will David Ulrich, Fotograf und Buchautor, den Lesern in diesem Buch nahebringen.

Ulrich ist stellvertretender Leiter der Pacific New Media Foundation in Honolulu, Hawaii, und lehrt seit über zwanzig Jahren an der University of Hawaii, Mānoa.

Er ist nicht nur durch mehr als 75 Fotoausstellungen weltweit bekannt; seine Seminare und Workshops zu den Themen Fotografie, Kreativität und Wahrnehmung haben unzählige Menschen inspiriert.

Aufbau

Nach der Einleitung werden die grundlegenden Prinzipien und Methoden der fotografischen Praxis aus Sicht des Autors geschildert, angefangen von täglichen Aufzeichnungen (Foto), über das Beiseiteschieben von störenden Gedanken und das intensive Beobachten.

Anschließend folgen sechs Lektionen, die vielfältige Anregungen und Schlüsselkonzepte enthalten. Neben den ausgiebigen Erläuterungen werden dann die diversen Werkzeuge und Übungen beschrieben. Eine Lektion besteht stets aus mehreren Übungen und soll dabei helfen, die Kreativität und den fotografischen Ausdruck zu verbessern sowie eigene Themen zu finden und den eigenen Stil zu entwickeln.

Den Ausklang bildet dann etwas philosophisch das Kapitel „Fotografie und Erweckung, die Schrecken und Freuden des digitalen Lebens“.

Inhaltliche Bewertung

Dem Ziel des Buches, den »Weg des Fotografen« ganz praxisnah zu gehen, mit der Kamera in der Hand, mit täglichen Übungen zu Konzentration, Achtsamkeit und Beobachtungsgabe, die sich eng an die Lehren des Zen anlehnen sowie dabei das handwerkliche Können und Schärfen des Blicks für das Wesentliche zu schulen, wird der Autor gerecht.

Das Buch ist absolut lesenswert, aber auch sehr fordernd. Man kann es zwar im ersten Anlauf komplett lesen, aber aus meiner Sicht ist es ratsam, lektionsweise vorzugehen, da man ansonsten von der Vielfalt der Informationen schier erschlagen wird. Der Autor schätzt für das erstmalige Durcharbeiten der Lektionen 12 bis 15 Wochen – eher knapp bemessen – und schlägt vor, den Bearbeitungszyklus immer mal wieder von vorne zu durchlaufen.

  • Lesbarkeit 4 Sterne
  • Grafik / Bilder 4 Sterne
  • Inhalt 5 Sterne
  • Kaufempfehlung 5 Sterne
  • Allgemeiner Eindruck 5 Sterne

Damit ergeben sich ca. 4,5 Sterne in der Gesamtbewertung.

Die Daten

David Ulrich. Zen – der Weg des Fotografen. Tägliche Übungen für mehr Kreativität in der Fotografie erschien am 10. Dezember 2018 im dpunkt.verlag. 282 Seiten, komplett in Farbe, Festeinband, 18,9 x 2,2 x 25,1 cm. Auch als E-Book erhältlich.
ISBN: 978-3-86490-613-8
Preis: 34,90 Euro (Buch) | 27,99  Euro (E-Book)

Leseproben

Rezension: Rainhard Hesse

Unsere Bewertung:

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Anja Hoenen

Marketing und Pressearbeit bei Netzwerk Fotografie
Anja betreut das Netzwerk Fotografie redaktionell und als Leiterin der Marketing- und Presseabteilung.
Anja Hoenen