Grosse Fotografen: James Nachtwey

 

James Nachtwey ist einer der bekanntesten Kriegsfotografen unserer Zeit. Sein großer Verdienst ist es, uns alle immer wieder eindrücklich darauf hinzuweisen, dass Krieg ist – immer, irgendwo. Seine Bilder sind eindringlich, naturgemäß Momentaufnahmen und sehr nah dran am Geschehen.

James Nachtwey wurde am 14.03.1948 in Syracruse (USA) geboren. Er studierte am Darthmouth College in New Hampshire Kunstgeschichte und Politikwissenschaften und entschloss sich bereits während des Studiums, Fotograf zu werden. Nach dem Studienabschluss jobbte er auf Handelsschiffen und als Lastwagenfahrer, bis er Assistent eines Nachrichtenredakteurs des Fernsehsenders NBC wurde. Die Fotografie erlernte er autodidaktisch und orientierte sich an Vorbildern wie Henri Cartier-Bresson, Josef Koudelka und Don McCullin.

1976 begann er seine Karriere als Lokalfotograf in Mexiko. Ab 1980 war er freier Fotograf in New York, von 1985 bis 2001 gehört er der renommierten Agentur Magnum an, anschließend bis 2011 der Agentur VII.

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Louis Jacques Mandé Daguerre

Grundsätzlich, aber insbesondere im Jahr des 175. Geburtstags der Fotografie, darf unter den großen Fotografen einer nicht fehlen:

Louis Jacques Mandé Daguerre

Louis Daguerre

Daguerre (* 18. November 1787 in Cormeilles-en-Parisis; † 10. Juli 1851 in Bry-sur-Marne) war einer der bedeutendsten Pioniere der Fotografie. Er wuchs in Orléans auf und wurde nach Beendigung der Schulzeit zunächst bei einem Architekten in die Lehre gegeben. Seine Liebe zum Zeichnen machte er später als Dekorations- und Theatermaler zum Beruf. Am Theater fand er vielfältige Beschäftigung und gefiel sich auch in kleineren Statistenrollen oder als Artist. 1816 wurde er leitender Bühnenmaler in einem Theater in Paris, wo ihn nicht nur seine Panoramabilder, sondern auch die Sorgfalt im Umgang mit Lichteffekten erfolgreich und bekannt machten. Einige Aufträge für die Pariser Oper folgten.
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Edward Steichen

Man darf ohne Übertreibung sagen, dass Edward Steichen (*27. März 1879 in Bivange / Luxemburg, † 25. März 1973 in West Redding, Connecticut / USA) eine der Schlüsselfiguren in der Geschichte der Fotografie ist.

Edward Steichen
Bild: F. Holland Day [Public domain], via Wikimedia Common

Edward Steichen und der Pictorialismus
1881 wandert die Familie Steichen nach Amerika aus. Edward Steichen absolviert eine Ausbildung zum Lithographen und studiert Malerei. Seine ersten Fotografien fertigt Steichen bereits 1895 an und macht die Bekanntschaft von Alfred Stieglitz, der ihn ermuntert und fördert. Beide gemeinsam gründen 1902 die Photo-Secession, einen Club, der sich dem Pictorialismus, also der Fotografie als Kunstform widmet. Steichen verhilft dem Pictorialismus zu einem Aufschwung: seine stimmungsvollen Bilder mit den typischen Merkmalen dieser Ausrichtung (Landschaften, Portaits und Aktfotografie mit geringer Konturenschärfe, diffusem Licht und fließenden, unscharfen Übergängen) werden vielfach in der Clubzeitschrift Camera Work veröffentlicht.
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Gyula Halász (Brassaï)

Wir eröffnen unsere neue Rubrik „Große Fotografen“ mit Gyula Halász, besser bekannt unter seinem angenommenen Namen Brassaï.

Brassaï wurde am 09.09.1899 im damals österreich-ungarischen Kronstadt/Brassó (heute Brasov, Rumänien) geboren und verstarb heute vor 30 Jahren am 07.07.1984 in Nizza. Nach dem Abschluss seines Kunststudiums in Budapest und Berlin kam der gebürtige Ungar 1924 als Journalist nach Paris und war fasziniert – wer könnte es ihm verdenken 🙂 – vom Pariser Nachtleben. Gut befreundet mit dem Fotografen André Kertész hat Brassaï es dessen Rat zu verdanken, dass er damit begann, seine Eindrücke von Paris in Fotografien festzuhalten. Zunächst nur daran interessiert, mit den dazugehörigen Bildern seine Artikel besser verkaufen zu können, war Brassaï schnell begeistert von der Fotografie als solcher.

Die Fotografie bei Nacht – damals noch schwieriger zu beherrschen als heute – wurde sein Steckenpferd. Seine Arbeiten waren nicht nur in dieser technischen Hinsicht wegweisend: Brassaï sah wie kaum ein anderer Geschichten, die sich in Bildern erzählen ließen. Sein Freund Henry Miller nannte ihn „das Auge von Paris“: er beobachtete die Halbwelt von Paris und ihre Menschen,  und er fotografierte nächtlich-leere Straßen ebenso wie das bunte Treiben in Varietés, Bordellen, Bars und Clubs. Wo er die beobachteten Personen nicht zur Mitarbeit am Bild bewegen konnte, stellte er die Szenen später nach – wichtig war die Geschichte, die Atmosphäre, nicht unbedingt der individuelle Darsteller. 1933 erschien sein erster Bildband Paris de nuit, mit dem er schlagartig Berühmtheit erlangte. Fotoausstellungen und weitere Veröffentlichungen folgten. Später fotografierte er neben vielem anderen auch Graffitis an den Pariser Mauern und füllte damit weitere Ausstellungen.

Einen kleinen Einblick in seine Fotografie bietet dieses Video:

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