Traces of Hope – Teil 8

Kurdistan 2016

In der 8. und letzten Folge unserer Serie begleiten wir Jo Müller im Herbst 2016 direkt an die Front nach Mossul. Diesmal ist er mitten unter den Peschmerga direkt im Geschehen. Jo hat zwölf Bilder ausgesucht – es ist die vielleicht eindringlichste und berührendste seiner Serien. Die dazugehörige Videosequenz setzen wir an das Ende unseres Artikels. Sie bildet den ganz besonderen Abschluss einer einzigartigen Reportage. Und wer Jos Bilder einmal ganz direkt betrachten möchte, der kann das vom 12. Januar bis 7. Februar 2017 in der Galerie am Maxmonument in München tun.

Uns bleibt in diesem vorerst letzten Artikel nur ein schlichtes Danke an Jo Müller. Danke für berührende Bilder und eindringliche Texte. Danke für das Nahebringen einer uns fremden und weit von uns entfernten Welt, in der Konflikte ausgefochten werden, die auch uns direkt betreffen. Danke für das Aushalten, das Wagen und Riskieren. Danke für die Empathie und die Vermittlung, für die Eindringlichkeit und Klarheit. Danke für die fantastische Zusammenarbeit.

Und jetzt heißt es – jedenfalls in dieser Serie – zum letzten Mal:

Die Bilder erzählen – und Jo kommentiert.

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Traces of Hope – Teil 7

Afghanistan 2013

In der 7. und vorletzten Folge unserer Serie begleiten wir Jo Müller im Jahre 2013 erneut an den Hindukusch. Diesmal ist er nicht „embedded“ unterwegs, sondern ganz ohne Helm und Schutzweste: Jo begleitet Helfer, die in Afghanistan psychologische Hilfe für traumatisierte Menschen organisieren. Insbesondere ist hier die deutsche Psychologin Inge Missmahl mit ihrer Organisation IPSO zu nennen.

Die Bilder erzählen – und Jo kommentiert:

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Traces of Hope – Teil 6

Afghanistan 2012

„Bilder sagen mehr als Worte“ – der Satz ist so abgedroschen, dass ich zögere, ihn zu verwenden. Aber dennoch gehört er hierhin und ist wahr: Was Reportagefotograf Jo Müller auf seiner Suche nach Traces of Hope in Afghanistan erlebt hat, ist in seinen Bildern um so vieles deutlicher zu erkennen als in seinen wenigen (dennoch natürlich aussagekräftigen!) Worten. In Teil 6 unserer Artikelserie führt uns Jo nach Afghanistan im Jahre 2012. Es ist seine zweite Reise in diese Region. Er ist unterwegs mit der US Army in der Paktika-Provinz, einer Hochburg des organisierten Aufstands, direkt an der Grenze zu Pakistan. Man sagt, von hier käme die Mehrzahl  der Aufständischen, die für Sprengfallen, Selbstmordattentate und ständige Attacken auf Koalitionskräften und Afghanen gleichermaßen verantwortlich seien. Die amerikanischen Einheiten ermöglichen Jo einen tiefen Einblick in die Aktivitäten der NATO von zivilen Aufbauprogrammen bis hin zum Reintegrationsprogramm für ehemalige Taliban.

Lassen wir die Bilder sprechen. Jo kommentiert, wo es zum Verständnis nötig ist:

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Traces of Hope – Teil 5

Afghanistan 2011

Dies ist die fünfte Folge unserer Artikelserie mit Reportagefotograf Jo Müller und über sein Projekt Traces of Hope. In den vorherigen Artikeln haben wir über die Motivation, die Vorbereitung, das Material berichtet. Ich wollte natürlich auch wissen: was kommt heraus bei so einer Reise? Was bringt Jo mit nach Hause? Lohnen sich all der Aufwand und die Gefahr? Die nächsten Artikel zeigen daher einige der besten Bilder jeder Reise – wir machen wenige Worte, die Bilder sprechen für sich.

Wir beginnen im Jahr 2011 und Jo erzählt:

Bereits seit 5 Jahre nutze ich meine Urlaube, um in Krisen- und Kriegsgebieten Fotos zu machen und nach Spuren von Hoffnung zu suchen. Manchmal gelingt das. Manchmal nicht. Aber meistens kommen ein paar ganz ordentliche Bilder bei rum.

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Traces of Hope – Teil 4

Das Material

Visuelle Zurückhaltung bestimmt meine Kleiderordnung. Hier Telskuf, einem zunächst vom IS besetzten, dann von den Peschmerga befreiten Dorf.

Dies ist die vierte Folge unserer Artikelserie mit Reportagefotograf Jo Müller und über sein Projekt Traces of Hope, die Dokumentation von Hoffnungsspuren in Kurdistan. Heute geht es um die Ausrüstung. Macht mal einen kurzen Lesestopp und überlegt: was würdet Ihr auf so eine Reise mitnehmen? Ich habe mir die Frage auch gestellt und ich sage Euch, was dabei rausgekommen ist: pure Verwirrung. Wie sieht es bei Euch aus? Schon allein das fotografische Equipment: Alles? So viel Brennweite wie geht? Auf Lichtstärke verzichten und statt des 70-200/2.8 das olle, aber leichtere 70-300 mitnehmen? Vielleicht DX-Format als Zweitbody wegen des Crop-Faktors? Stativ mitschleppen? Herrje, bis ich das Ding positioniert habe, ist die Frontlinie Kilometer weit weg… Kurz habe ich an „den Rest“ gedacht: Klamotten. Medikamente. Schutzausrüstung! Moment, was ist mit Sonnencreme? Und an dem Punkt habe ich aufgegeben: ich wäre völlig untauglich 😉

Also lassen wir Jo erzählen, der weiß es inzwischen – und Ihr könnt mal schauen, wie nah Ihr dran wart:

Ich bin bereits seit einer Woche im Irak, um an meiner Fotodokumentation „Traces of Hope“ zu arbeiten. In den letzten beiden Teilen habe ich bereits geschildert, was mich motiviert – und wie man sich vorbereitet. Heute nun zur Frage: Wie reist man, wenn man in einem Kriegsgebiet Fotos machen will? Bzw. was nimmt man mit, was nicht?

Ich gehe folgendermaßen vor: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Vor Ort können sich die Bedingungen schnell ändern, sich spontane Gelegenheiten auftun, die schnell und unvermittelt
deine Mobilität erfordern. Dem kann man mit zwei Ansätzen begegnen:

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