Werner Schnelle. Unikate

Analoge Fotoarbeiten

Der FOTOHOF in Salzburg zeigt noch bis zum 3. März 2018 eine Fotoausstellung von Werner Schnelle. Der Salzburger Fotokünstler hat seine Arbeit der Reflexion des analogen fotografischen Prozesses gewidmet. Im Fokus seines Interesses stehen nicht die fotografierten Motive oder die fotografisch-dokumentarische Erkenntnis der Welt, sondern er untersucht in seinen Bildern vielmehr die Art und Weise, wie die fotografische Aufnahme und Aufzeichnung selbst vonstattengeht.

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TV-Tipp: Die Fotografie nach der Fotografie?

09.07.2017 / 03:15 / 26 min / ARTE
Die Fotografie nach der Fotografie?
Frankreich, 2013, ARTE F
Regie: Stan Neumann

Die Fotografie ist tot, es lebe die Fotografie

Michel Campeau: „7728“ aus der Serie „Darkrooms“, 2005-2010 © Michel Campeau/ADAGP, Paris 2013/Courtesy Galerie Gsbart, Québec. Foto: ARTE France

Im 19. Jahrhundert erblickte die Fotografie das Licht der Welt. Wird sie das 21. Jahrhundert überleben? Diese Frage stellte Victor Burgin, einer der Pioniere der Fotoanalyse, in den späten 80er Jahren in seinem Werk „Adieu à la photographie“. Ausstellungen wie „Le Monde après la photographie“ („Die Welt nach der Fotografie“, 1995) und „Photography after photography“ (1996) griffen sie als Feststellung auf: Die analoge Fotografie, so hieß es, versinke immer schneller und höchstwahrscheinlich für immer im weiten Meer der digitalen Bilder.

Die Dokumentation erzählt vom langsamen Sterben einer bestimmten Art des Fotografierens – und davon, wie die heutigen Fotografen darauf reagieren. Die einen versuchen, die einstigen Grenzen der Fotografie mit Hightech-Methoden zu überwinden, die anderen kehren mit Low-Tech-Praktiken zu den Anfängen der Fotografiegeschichte zurück.
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Rezension: Ludwig Schuster. Analoge Fotografie

Analoge Fotografie Book Cover Analoge Fotografie
Edition FotoHits
Ludwig Schuster
Analogfotografie
mitp Verlag
23. Mai 2017
Softcover
144

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Der analoge Funke springt nicht über

Ludwig Schuster ist nach eigenen Angaben mit der digitalen Fotografie groß geworden bevor er irgendwann den Drang verspürte, „die Ursprünge der Fotografie selbst zu erkunden“ (Zitat Autor Klappentext). Er tat dies nach eigenen Angaben noch bevor die analoge Fotografie eine Renaissance erlebte (oder in den Worten des Autors „wieder hip wurde“). Seine Liebe zur analogen Fotografie vermittelt der gelernte Informatiker gerne in Workshops an Jugendliche. Das über die Jahre angesammelte Wissen ist nun in dieses Buch geflossen, um weitere Leser zu erreichen.

Das Buch

„Analoge Fotografie“ ist ein kompakter Ratgeber für die Hosentasche. Gut postkartengroß und gerade mal 7mm stark macht er mit seinem Softcover jede Körperhaltung mit. Es soll Handys geben, die größer sind. Druckqualität, Bindung und Layout sind tadellos. Zwar wünscht man sich manche Abbildungen größer – gerade wenn es um direkte Vergleiche zweier Aufnahmen geht – alles in allem sind Aufmachung und Gestaltung jedoch gelungen und machen einen zeitgemäßen und hochwertigen Eindruck.

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Rezension: Marc Stache. Analog Fotografieren und Entwickeln

Analog fotografieren und entwickeln Book Cover Analog fotografieren und entwickeln
Edition ProfiFoto
Marc Stache
Analogfotografie
mitp Verlag
28. Februar 2017
Softcover
272

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Umfassende Abhandlung des analogen Schwarzweißprozesses

Marc Stache ist Jahrgang 1978 und studierter Diplom-Fotodesigner. Er hat die Studiengänge Fotografie und Medien an der Fachhochschule Bielefeld absolviert. Neben seiner Autorentätigkeit betreibt er den Analog Fineprint-Service in Berlin für Abzüge in höchster Qualität und zeichnet verantwortlich für die Online-Galerie „Edition Argentum“, die ausschließlich analoge Fotokunst vertreibt.

Das Buch

„Analog Fotografieren und Entwickeln“ wird vom mitp-Verlag als Teil einer Fachbuchreihe „made for professionals“ vermarktet. Bücher dieser Reihe entstehen in Zusammenarbeit mit der Redaktion der Zeitschrift PROFIFOTO und sollen flankierend dazu fundiertes Praxiswissen vermitteln. Ironischerweise werden die Bücher der Reihe als Helfer „… zum richtigen Umgang und zur effizienten Nutzung digitaler Fototechnik … “ angepriesen, was in diesem Fall nun wirklich nicht zutrifft.

Handwerklich gut gemacht, lädt das Buch zum Schmökern ein. Format und Haptik sind ohne Tadel, die Bindung macht einen zuverlässigen Eindruck, Layout und Lesbarkeit sind vorzüglich.

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Rezension: Josef Stark. Dias und Negative scannen

Dias und Negative scannen: Mit Vuescan zu schönen Digitalfotos Book Cover Dias und Negative scannen: Mit Vuescan zu schönen Digitalfotos
Edition ProfiFoto
Josef Stark
Analogfotografie
mitp-Verlag
30. April 2015
broschiert
334

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Unverzichtbar für die Zielgruppe

1. Anspruch (Zitat aus dem Umschlagtext)

„Unzählige Dias, Negative sowie analoge Fotos schlummern in den dunklen Tiefen von Kisten und Kellern. Mit diesem Buch und den beschriebenen Scannern können Sie sie wieder zum Leben erwecken.“

Diese beiden Sätze beschreiben die Intention des Buches (und wohl auch des Autors) deutlich. Sowohl Autor Josef Stark als auch Ed Hamrick, der Entwickler von VueScan und Lieferant eines Vorwortes zum Buch, sehen sich als Retter der analogen Archive. Sie reduzieren damit den Kreis der interessierten Leser auf Personen, die analoges Material bei sich zu Hause horten oder durch irgendeinen Umstand genötigt werden, historisches Material in Form von Dias, Negativen und Abzügen zu digitalisieren. Selbst wer sich davon nicht abschrecken lässt und zum Kreis derjeniger gehört, die heute noch aktiv Film belichten, ist als Leser noch nicht vollständig qualifiziert. Josef Stark fokussiert seine Erkenntnisse und Tipps auf 5 Scanner-Typen und auf die Software VueScan – wer sich außerhalb dieses Kosmos bewegt, wird wenig aus diesem Buch mitnehmen. (Behandelte Scanner sind: Reflecta DigitDia 6000, Reflecta RPS10T, Reflecta RPS10M, Canon CanoScan 9000F MK II, Ion Audio Film2SDPlus).

Bleibt noch zu erwähnen, dass Josef Stark in einem abschließenden Kapitel die Software IrfanView zur Bildbearbeitung abhandelt und damit – auch wieder auf eine Anwendung reduziert – alle Aspekte der Digitalisierungskette berücksichtigt.
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