Im Gedenken an Andy Rocchelli

Hommage an einen mutigen und äußerst talentierten Fotografen

 

Andrea Rocchelli war ein junger italienischer Fotograf, dessen Leben viel zu früh und auf gewaltsame Weise endete. Die Photobastei in Zürich würdigt ihn und sein fotografisches Werk nun in einer Ausstellung. Die Eröffnung ist heute, am 23. November 2017 um 18 Uhr in Anwesenheit der Familienangehörigen von Andy Rocchelli. Die Ausstellung ist noch bis zum 14. Januar 2018 zu sehen.

Andy, wie ihn seinen Freunde nannten, reiste gerne und oft. Er wollte immer nahe daran sein, nahe am Geschehen, um es nicht nur zu sehen, sondern auch um zu verstehen: Die Lebensweise in Italien – sei es das Showgirl als Massen-Phänomen, sei es die Ausbeutung der Migranten in Kalabrien. Die Kommerzialisierung der weiblichen Identität in den zahllosen Schönheitswettbewerben in Italien, dann aber auch Revolution, Krieg und Verfolgung, das Erbe der sowjetischen Implosion.

Um sich während seiner Reisen finanziell über Wasser zu halten, arbeitete Andy Rocchelli beispielsweise in Russland als „Hausfotograf“ und porträtierte Frauen vor dem Hintergrund häuslicher Kulissen. Aus dieser Arbeit entstand das Buch Russian Interiors. Diese Bilder wurden mit dem World Press Photo Award ausgezeichnet. Die Photobastei zeigt sie erstmals in der Schweiz.

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