Die Architekturfotografin Sigrid Neubert ist tot

Sigrid Neubert zählte zu den wichtigsten Chronisten der deutschen Nachkriegsmoderne

Die Architekturfotografin Sigrid Neubert ist tot
Portrait Sigrid Neubert privat, um 1980 © Archiv Sigrid Neubert

Nur wenige Tage nach Eröffnung ihrer bisher größten retrospektiven Ausstellung ist am vergangenen Samstag, den 13. Oktober 2018, die bekannte Münchner Fotografin Sigrid Neubert im Alter von 91 Jahren in ihrem Alterssitz nahe Berlin verstorben. Das teilte die Agentur Goldmann Public Relations mit.

Sie zählte zu den herausragenden Architekturfotografinnen der Nachkriegszeit, arbeitete über 30 Jahre intensiv mit den bedeutendsten deutschen Architekturbüros und prägte wie keine andere mit ihren markanten Schwarz-Weiß-Aufnahmen das Bild der modernen Architektur in der Bundesrepublik.

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Andreas H. Bitesnich in Berlin

Geometrie: Verbindung zwischen Akt- und Architekturfotografie

Die Berliner Galerie CAMERA WORK präsentiert noch bis zum 13. Oktober 2018 eine Fotoausstellung von Andreas H. Bitesnich. Die über 30 Werke umfassende Einzelausstellung beinhaltet sowohl Hauptwerke seines Schaffens als auch Fotografien aus seiner neuen Serie Momentum – das gleichnamige Fotobuch erscheint zur Ausstellung.

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Rezension: Sigrid Neubert. Architekturfotografie der Nachkriegsmoderne

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Architektur am liebsten im Licht des Schwarz-Weiß

Obschon bereits Bücher von Sigrid Neubert mit Natur- und Parkaufnahmen erschienen sind, so handelt es sich bei Architekturfotografie der Nachkriegsmoderne erstmals um eine Retrospektive zu ihrem vorrangigen und früher wichtigsten Betätigungsfeld, der Architekturfotografie. Sigrid Neubert arbeitete mit vielen bedeutenden Architekten der Nachkriegsmoderne zusammen und gilt selbst als eine der wichtigsten Vertreterinnen der Architekturfotografie dieser Zeit.

Dieses Buch, gleich einer Werkschau, gibt einen einzigartigen und fast schon historisch-dokumentarischen Einblick in die Architekturgeschichte der Bundesrepublik, im Besonderen Süddeutschlands, zwischen 1957 und 1989. Dokumentarisch ist diese Sammlung auch deshalb, weil einige Bauwerke mittlerweile zerfallen sind oder abgerissen bzw. verändert wurden. Das Buch entstand begleitend zur Sonderausstellung Sigrid Neubert – Fotografien. Architektur und Natur im Museum für Fotografie der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin. Es beschränkt sich im Gegensatz zur Ausstellung auf den Bereich der Architektur. Die Ausstellung endete leider bereits im Juni dieses Jahres.

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Rezension: Marcel Chassot. Architektur und Fotografie

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Visuell-ästhetische Explosion im Auge des Betrachters

Der renommierte Münchner Kunst- und Architekturverlag Hirmer legt mit Architektur und Fotografie erneut ein großformatiges und hochwertig gestaltetes Werk vor. Der Eigenanspruch, nicht geringer, als dass das Buch ein Gesamtkunstwerk sei mit einem gelungenen Wechselspiel aus brillanter Architekturfotografie, erlesener Buchgestaltung und Texten, die sich dem Thema von der geistesgeschichtlichen Seite her nähern, begegnet dem Leser unmittelbar nach dem Aufschlagen des Buchdeckels auf der inneren Seite des Schutzumschlags.

Und in der Tat, bereits beim ersten oberflächlichen Blättern im Buch wird das Auge gefangen von der gestalterischen Wirkung der meist doppelseitigen Fotografien: ein Wechselspiel von Farben und Formen, verwirrend und irritierend durch teils ungewöhnliche Perspektiven und ausdrucksstark durch Lichtkomposition und Linienführung.

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