Moderne am Main 1919–1933

Bauhaus und mehr in Frankfurt

„Die Neue Wohnung und ihr Innenausbau“, Frühjahrsmesse 1927. Versch. Gestalter, Messetypografie: Hans Leistikow © Archiv Messe FFM

Zum 100. Jubiläum des Bauhauses richtet das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt noch bis zum 14. April 2019 seinen Blick auf die Geschichte Frankfurts in den Jahren zwischen 1919 und 1933.

Hier konstituiert sich ein beispielloses Programm baulicher, gestalterischer und kultureller Erneuerung, das unter dem Namen Neues Frankfurt in die Kulturgeschichte eingeht. Die Stadt entwickelt sich nach dem ersten Weltkrieg zum Archetyp der modernen Großstadt, der weit über die Stadtgrenzen hinaus Beachtung findet. Zwar gilt das Bauhaus heute vielen als die Wiege der Moderne im 20. Jahrhundert. Doch die berühmte Kunst- und Gestaltungsschule ist nicht der alleinige Brennpunkt neuartiger Gestaltung in Deutschland und Europa. Zum Ausgang der 1920er Jahre hat sich Frankfurt am Main als ein dem Bauhaus gleichwertiges, weltbekanntes Zentrum der Avantgarde etabliert.

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100 jahre bauhaus I: Alfred Ehrhardt

Malerei, Zeichnung, Grafik

Alfred Ehrhardt. Ohne Titel (Abstrakte Komposition), 1930. Tempera auf Holz (Masonit), 42,0 x 48,5 cm © Alfred Ehrhardt Stiftung

Zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum 2019 plant die Alfred Ehrhardt Stiftung vier Ausstellungen, die sich explizit mit dem Thema Bauhaus beschäftigen. Zu Beginn wird vom 12. Januar bis zum 18. April 2019 die Ausstellung Alfred Ehrhardt – Malerei, Zeichnung, Grafik gezeigt. Sie präsentiert Ehrhardt nicht als Fotografen, sondern als Grafiker und Maler. Insbesondere nimmt sie das bildnerische Werk seiner Bauhauszeit in den Fokus, das nach einer Einzelausstellung im Dessauer Meisterhaus Schlemmer 2007 nun erstmals auch in Berlin zu sehen ist.

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