Welt im Umbruch. Kunst der 20er Jahre

Neue Sachlicheit und Neues Sehen

Albert Renger-Patzsch (1897-1966): Gläser, vor 1928, Universität der Künste Berlin, Universitätsarchiv © Albert Renger-Patzsch/Archiv Ann und Jürgen Wilde, Zülpich/VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Bis zum 19. Mai 2019 widmet sich das Bucerius Kunst Forum in Hamburg mit Welt im Umbruch. Kunst der 20er Jahre der kurzen Epoche zwischen den Weltkriegen. Die Ausstellung beleuchtet diese Zeit der Extreme anhand von rund 40 Gemälden der Neuen Sachlichkeit und über 115 Fotografien des Neuen Sehens, die hier erstmals in direkte Beziehung zueinander gesetzt werden. In der Gegenüberstellung spürt die Ausstellung den Wechselbeziehungen zwischen den Medien nach und rückt zugleich einen Stil in den Mittelpunkt, der mit seiner sachlichen und wirklichkeitsnahen Wiedergabe zur führenden Kunstrichtung der Weimarer Republik wurde.

Gezeigt werden Werke von Künstlern wie Otto Dix, Hannah Höch, László Moholy-Nagy, Albert Renger-Patzsch, Christian Schad oder August Sander. Die Ausstellung findet im Rahmen des Jubiläumsjahres 100 jahre bauhaus statt.

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Moderne am Main 1919–1933

Bauhaus und mehr in Frankfurt

„Die Neue Wohnung und ihr Innenausbau“, Frühjahrsmesse 1927. Versch. Gestalter, Messetypografie: Hans Leistikow © Archiv Messe FFM

Zum 100. Jubiläum des Bauhauses richtet das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt noch bis zum 14. April 2019 seinen Blick auf die Geschichte Frankfurts in den Jahren zwischen 1919 und 1933.

Hier konstituiert sich ein beispielloses Programm baulicher, gestalterischer und kultureller Erneuerung, das unter dem Namen Neues Frankfurt in die Kulturgeschichte eingeht. Die Stadt entwickelt sich nach dem ersten Weltkrieg zum Archetyp der modernen Großstadt, der weit über die Stadtgrenzen hinaus Beachtung findet. Zwar gilt das Bauhaus heute vielen als die Wiege der Moderne im 20. Jahrhundert. Doch die berühmte Kunst- und Gestaltungsschule ist nicht der alleinige Brennpunkt neuartiger Gestaltung in Deutschland und Europa. Zum Ausgang der 1920er Jahre hat sich Frankfurt am Main als ein dem Bauhaus gleichwertiges, weltbekanntes Zentrum der Avantgarde etabliert.

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100 jahre bauhaus I: Alfred Ehrhardt

Malerei, Zeichnung, Grafik

Alfred Ehrhardt. Ohne Titel (Abstrakte Komposition), 1930. Tempera auf Holz (Masonit), 42,0 x 48,5 cm © Alfred Ehrhardt Stiftung

Zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum 2019 plant die Alfred Ehrhardt Stiftung vier Ausstellungen, die sich explizit mit dem Thema Bauhaus beschäftigen. Zu Beginn wird vom 12. Januar bis zum 18. April 2019 die Ausstellung Alfred Ehrhardt – Malerei, Zeichnung, Grafik gezeigt. Sie präsentiert Ehrhardt nicht als Fotografen, sondern als Grafiker und Maler. Insbesondere nimmt sie das bildnerische Werk seiner Bauhauszeit in den Fokus, das nach einer Einzelausstellung im Dessauer Meisterhaus Schlemmer 2007 nun erstmals auch in Berlin zu sehen ist.

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Rezension: Yigal Gawze. Form and Light. From Bauhaus to Tel Aviv

Form and Light. From Bauhaus to Tel Aviv Book Cover Form and Light. From Bauhaus to Tel Aviv
Yigal Gawze
Architekturfotografie
Hirmer Verlag
25. Oktober 2018
Hardcover
120

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Fotografischer Zugang zum Bauhaus in Tel Aviv

Die Stadt Tel Aviv, im Jahr 1909 erst gegründet und in kurzer Zeit zu einer der größten Metropolen des Nahen Osten geworden, ist mit ihren 4000 Gebäuden im Bauhausstil heutzutage das eigentliche Zentrum dieses Architekturgenres. Man bezeichnet diese Architektur der Moderne auch als „Internationale Architektur“, eine Richtung der Architektur, die ihren Ausgang in Europa genommen und sich dann in den 30er Jahren in den USA weiterentwickelt und an Bekanntheit gewonnen hat. Die sogenannte „Weiße Stadt“ bietet am Dizengoff-Platz, dem Rothschild-Boulevard, der Allenby-Road und vielen weiteren Straßen und Plätzen ein einzigartiges Ensemble von zum großen Teil denkmalgeschützten Gebäuden, die seit 2003 auch auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes stehen.

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