TV-Tipp: Macht der Bilder im Ersten Weltkrieg

12.11.2018 / 21:00 / 45 min / ARD-alpha
Macht der Bilder - Lüge und Propaganda im Ersten Weltkrieg
Ein Film von Günter Kaindlstorfer nach Recherchen von Karin Moser
Dokumentation, Österreich, 2014

Der erste Medienkrieg der Geschichte

Kinematograph im zerschossenen Iwangorod – 1915. Bild: © BR/ORF/Österreichisches Staatsarchiv

Der Erste Weltkrieg – das „Urtrauma des Zwanzigsten Jahrhunderts“ – war der erste Film- und Medienkrieg der Geschichte. Ob an Isonzo, Weichsel oder Somme: Im Völkergemetzel des „Großen Kriegs“ kam dem neuen Medium des Films – auch in den Augen der Militärs – eine überragende propagandistische Bedeutung zu. Der Dokumentarfilm beleuchtet die Macht der Bilder.

„Ein guter Film wird heute von zehn bis zwölf Millionen Menschen gesehen“, konstatierte der k. und k.-Propagandachef Wilhelm Eisner-Buba im Lauf des Krieges: „Kein anderes Propagandamittel setzt den Staat so sehr in die Lage, auf die breiten Massen einzuwirken, wie der Film.“

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Berlin in der Revolution 1918/19

Fotografie, Film, Unterhaltungskultur

Willy Römer. Demonstration der Soldaten für die sofortige Demobilisierung: Karl Liebknecht spricht vor dem Ministerium des Innern, 4.1.1919 © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek – Photothek Willy Römer / Willy Römer

Die Ausstellung im Museum für Fotografie in Berlin zeigt noch bis zum 3. März 2019 gleichermaßen eine fotografische Bildgeschichte der Revolution 1918/19 in Berlin wie ein Panorama der Unterhaltungskultur dieser unruhigen Monate. Präsentiert werden über 300 Fotografien, Postkarten, Plakate, Notentitelblätter, Zeitungen und Illustrierte, Filmausschnitten, Wochenschauen und Audiostationen.

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Dieter Seitz. The Kazakhstan Project

Über die Transformation einer Gesellschaft

Foto: © Dieter Seitz

Dieter Seitz fotografische Arbeit über Kasachstan ist die Geschichte einer Suche, die sich von 2009 bis Ende 2016 hinzog. Doch war dieser Zeitraum für ihn nur die intensive, fotografische Schlussphase einer Auseinandersetzung, die lange zuvor begonnen hatte.

Die Galerie für Fotografie (GAF) in Hannover zeigt bis zum 9. Dezember 2018 eine Fotoausstellung mit beeindruckenden Bildern, die die Geschichte einer Kultur im Umbruch erzählen.

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Walter Bosshard, Robert Capa. Wettlauf um China

Ein Jahrzehnt Reportagefotografie in China

Walter Bosshard: Chinesische Fliegertruppe, Doppelbelichtung, um 1930 © Fotostiftung Schweiz / Archiv für Zeitgeschichte

Walter Bosshard (1892–1975) ist der erste Schweizer Fotojournalist, der mit seinen Reportagen international berühmt wurde. Schon um 1930 erreichten seine Bildberichte ein Millionenpublikum. Ab 1931 konzentrierte sich Bosshard auf China: Fotografierend und schreibend verfolgte er den verheerenden Krieg mit Japan und den Machtkampf zwischen Nationalisten und Kommunisten, er widmete sich aber auch dem Alltag und dem Leben auf der Strasse.

Die Ausstellung der Fotostiftung Schweiz in Winterthur präsentiert noch bis zum 10. Februar 2019 neben Klassikern auch viele unbekannte Fotografien, die erst in jüngster Zeit zum Vorschein gekommen sind. Diese werden den China-Bildern des Starreporters Robert Capa gegenübergestellt. Capa arbeitete an denselben Orten wie sein Freund Walter Bosshard und wetteiferte mit ihm um Auftritte in der Zeitschrift Life.

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Florian Müller. Hashtags Unplugged

Von Lastern und Leitmotiven

#metoo – Auf ihrem Instagramprofil vertritt @fleischbasar ein selbstbestimmtes Frauenbild. Dass sich dieses in der Gesellschaft erst durchsetzen muss, erfährt sie regelmäßig in Form von sexuellen Anspielungen und Übergriffen. © Florian Müller

Florian Müller hat Instagrammer  „unplugged“ fotografiert – in ihrem Alltag, fern der Darstellung in den sozialen Medien. Die FREELENS Galerie in Hamburg zeigt die bemerkenswerte Fotoausstellung noch bis zum 20. Dezember 2018.

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