Landwirtschaft der Gifte / Der Skandal von Minamata

Fotografische Dokumentation von Umweltkatastrophen durch Gifte

© Pablo E. Piovano, Lucas Techeira wurde mit einer unheilbaren Krankheit geboren, verursacht durch einen Gendefekt, Argentinien, 2014

Anlässlich der bevorstehenden Entscheidung über die Neuzulassung des umstrittenen Pestizids Glyphosat in der Europäischen Union zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus in Berlin bis zum 21. Januar 2018 die beiden Ausstellungen  Landwirtschaft der Gifte. Ihr Preis für den Menschen mit Fotografien von Pablo E. Piovano und Der Skandal von Minamata 1971-73 mit Fotografien von W. Eugene Smith.

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Adolphe Braun im Münchner Stadtmuseum

Ein europäisches Photographie-Unternehmen und die Bildkünste im 19. Jahrhundert

Adolphe Braun, Kranz mit Chrysanthemen und Rosen, um 1854, Albuminpapier © Sammlung Serge Kakou Paris

Das Münchner Stadtmuseum richtet erstmals im deutschsprachigen Raum eine Retrospektive des französischen Fotografen Adolphe Braun (1812-1877) aus. Ausgehend von einem umfangreichen Sammlungsfundus und weltweiten Leihgaben präsentiert die Ausstellung noch bis zum 21. Januar 2018 circa 400 Originalaufnahmen des Fotografen und weitere 20 Gemälde internationaler Künstler.

Adolphe Braun zählt zu den prägendsten und einflussreichsten Fotografen im Europa des 19. Jahrhunderts. Sein fotografisches Debut feierte der ehemalige Textildesigner in Paris auf der Weltausstellung von 1855, wo er eine Serie von Blumenstudien präsentierte. Die Schönheit des bekannten Stillleben-Genres in der Fotografie begeisterte das internationale Publikum derart, dass sich die Aufnahmen nicht nur als Vorlagen für Handwerker durchsetzten, sondern auch in der Kunstwelt Aufsehen erregten.

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Neues Fotofestival: DUESSELDORF PHOTO

Im Februar 2018 startet das größte Fotofestival in NRW

NRW-Forum: Louise Dahl-Wolfe. A Style of her own. Museum of Modern Art, Looking at Matisse, ca. 1940

Vom 16. bis 25. Februar 2018 steht die Stadt Düsseldorf für 10 Tage ganz im Zeichen der Fotografie. Rund 30 Museen, Kulturinstitutionen, Hochschulen, Galerien und Projekträume präsentieren Werke von über 100 Fotografen und Fotografinnen in ganz Düsseldorf u.a. Thomas Ruff, Barbara Kasten, Herlinde Koelbl, Kris Scholz, Louise Dahl-Wolfe, Charles Paul Wilp, Akram Zaatari, Hartmut Neumann, Klasse Christopher Williams. Veranstalter ist das NRW-Forum Düsseldorf.

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#städte_erleben. Instagram-Fotos analog

Instagram-Fotos aus und in Berlin und Nürnberg


#stadtoasen_erleben | li: © berlinerpost / Museum für Kommunikation Berlin | re: © suzamj / Museum für Kommunikation Nürnberg

Vom Smartphone ins Museum heißt es bis zum 26. November 2017 in den Museen für Kommunikation in Nürnberg und Berlin. Beide Häuser präsentieren zum ersten Mal gemeinsam die Ausstellung „#städte_erleben. Instagram-Fotos analog“. Gezeigt werden die Siegerfotos aus einem Fotowettbewerb, der im vergangenen Sommer an Pegnitz und Spree stattfand.

Zu den sieben Hashtags (thematischen Schlagwörtern) #stadtoasen_erleben, #architektur_erleben, #stadtteil_erleben, #stadtbeinacht_erleben, #reflexion_erleben, #mobilität_erleben, #kultur_erleben posteten Teilnehmer zwischen 18 und 60 Jahren Fotografien auf Instagram. 224 Aufnahmen aus Bundeshauptstadt und Frankenmetropole wurden von lokalen Jurys für die Ausstellung ausgewählt. Hier verändert sich die Perspektive: Anstatt der Wiedergabe auf einem kleinen Smartphone-Display schaut der Betrachter nun eine 20 mal 20 Zentimeter große Reproduktion auf Papier an.

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Wunsch & Wirklichkeit. Der Einfluss der Fotografie auf das Porträt

Berühmte Gemälde treffen auf historische Fotografien


Franz von Stuck, Bildnis der Tochter Mary mit Hut, um 1916, Öl auf Karton/Holz, Dauerleihgabe aus Privatbesitz seit 2007. Vergleichsfoto: Mary mit dunklem Hut, 1915, Fotograf: Mary oder Franz von Stuck (zugeschrieben), Gelatine-Entwicklungspapier / 58,0 x 40,0 cm / © Museum Villa Stuck, München

»Wir wissen alle, dass Kunst nicht Wahrheit ist. Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit begreifen lehrt, wenigstens die Wahrheit, die wir als Menschen begreifen können. Der Künstler muss wissen, auf welche Art er die anderen von der Wahrhaftigkeit seiner Lügen überzeugen kann.« Pablo Picasso

Gut 100 Millionen Fotos – ein Großteil davon Porträts – werden täglich über das soziale Netzwerk Instagram geteilt, um schöne Momente festzuhalten und zu teilen oder um dem Drang nach Aufmerksamkeit und Selbstdarstellung nachzugehen. Dabei besteht das dem Menschen eigene Bedürfnis nach makelloser Selbstdarstellung im Sinne kommerziell verbreiteter Schönheitsideale keineswegs erst seit der Erfindung digitaler Medien.

Die Ausstellung im Clemens Sels Museum Neuss widmet sich daher noch bis zum 18. Februar 2018 der Frage nach dem Einfluss der Fotografie auf die Entwicklung des künstlerischen Porträts des 19. und 20. Jahrhunderts.

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