Künstler Komplex. Fotografische Porträts von Baselitz bis Warhol

Aus der Sammlung Angelika Platen

Brassaï (Gyula Halász). Henri Matisse, 1934 © bpk / RMN – Grand Palais / Brassaï

Anhand von rund 180 Arbeiten der Jahre 1917 bis 2000 zeigt die Ausstellung im Museum für Fotografie Berlin nicht nur die Vielfalt fotografischer Porträts, sie lässt auch die Kunst- und Künstlergeschichte des letzten Jahrhunderts Revue passieren.

Berühmte aber auch wenig bekannte Fotografinnen und Fotografen, darunter Berenice Abbott, Brassaï, Henri Cartier-Bresson, Helga Fietz oder Jérôme Schlomoff sind mit ikonischen Porträts von Pablo Picasso und Salvador Dalí über Frida Kahlo und Andy Warhol bis hin zu Jeff Koons und Marina Abramović vertreten. Die Werke stammen aus der Sammlung Angelika Platen.

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Rezension: Ted Serios. Serien

Ted Serios. Serien Book Cover Ted Serios. Serien
Romeo Grünfelder (Hrsg.)
Gedankenfotografie
Textem Verlag
24. September 2016
Softcover
564

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Beeindruckt in allen Bereichen

Vorweg: wer sich auf dieses Buch wirklich einlässt, begibt sich in ein Abenteuer. Er blickt einerseits aus der sicheren Entfernung von mittlerweile rund 50 vergangenen Jahren auf eine Welt und in eine Zeit zurück, die einer Mischung aus Superman-Comics, Spionagefilmen und bedingungsloser Technikgläubigkeit entsprungen zu sein scheint. Andererseits findet er ständig Parallelen zu aktuellen Themen wie virtuelle Realität, Gedankensteuerung von Maschinen oder den Möglichkeiten der Manipulation menschlichen Bewusstseins. Damals wie heute scheint nichts für die Forschung interessanter zu sein, als eine Brücke zu finden, mit deren Hilfe Gedanken zu Materie werden und umgekehrt.

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Name der Fotografin: Aenne Biermann

Aus der Aufarbeitung des Agfa Firmenarchivs

Produktpräsentation der Firma Hauff-Leonar auf einer Messe, 1930-1933. Rechts oben: Aenne Biermann: Kinder beim Spielen, 1930. Archiv Museum Ludwig

Das Museum Ludwig in Köln zeigt bis zum 30. September 2018 bisher kaum bekannte Bilder der in den 1920er-Jahren sehr bekannten Fotografin Aenne Biermann aus der Sammlung Agfa. Ein Stück Fotografiegeschichte, das unbedingt sehenswert ist!

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Gladbach im Bild. Von der Momentaufnahme zur Geschichte

Sonderausstellung im Museum Schloss Rheydt

Die Villa Heiming auf dem Bökel, in der ein pensionierter Polizeiinspektor residierte. Fotografie, ca. 1901. (Copyright: Museum Schloss Rheydt/Stadtarchiv)

Fotografien sind reich – reich an Erzählungen, die sich hinter den Motiven verbergen. Ob Personen, Bauten oder stadtgeschichtliche Ereignisse, festgehalten im Bild sind sie weitaus mehr als nur ein (Ab-)Bild. Genau hier setzt Gladbach im Bild an und fragt nicht nach Bildkompositionen, sondern interessiert sich für die Geschichte hinter dem Bild.

Die Fotoausstellung im städtischen Museum Schloss Rheydt ist noch bis zum 5. August 2018 zu sehen.

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Zum 100. Geburtstag des Kölner Fotografen Heinz Held

Nachlass wird im Museum Ludwig digitalisiert

Heinz Held: Selbstbildnis, Düsseldorf, 1957 © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Am 3. Mai 2018 wäre Heinz Held (1918–1990) 100 Jahre alt geworden. Ein guter Anlass, um an den Kölner Fotografen, Weltreisenden, Schreibenden, zu erinnern.

Zum runden Geburtstag zeigt das Museum Ludwig in Köln 12 Selbstbildnisse des Fotografen, darunter seine mit dem Fischaugenobjektiv aufgenommenen Kölner Straßenszenen. Das Fischaugen-objektiv lässt runde Bilder entstehen. In ihnen ist auch der Schatten des Fotografen erkennbar. Der vorbeifließende Verkehr und die vorbeiziehenden Fußgänger verraten, dass Held unbeweglich ein wenig verweilt haben muss, um die Serie aufzunehmen.

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