Lee Miller

Selbstbestimmt, spontan und unruhig – Lee Miller und ihre Fotografien

David E Scherman- Lee Miller 1944
By David E. Scherman/United States Army Signal Corps [Public domain], via Wikimedia Commons

Sicher eine der faszinierendsten Ausstellungen dieses Jahres ist die des Martin-Gropius-Bau über Lee Miller. Gestern gestartet ist sie noch bis zum 12. Juni 2016 in Berlin zu sehen. Grund genug für uns, der großen Fotografin unsere Sonntagslektüre zu widmen.

Lee Miller (1907-1977) zählt zu den faszinierendsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Kriegsfotografien gingen um die Welt und sind vielen bekannt.

Das Werk der US-Amerikanerin ist aber wesentlich umfangreicher und erstreckt sich über die unterschiedlichsten fotografischen Genres: Surrealistische Arbeiten, Modestrecken, Künstlerportraits, Reisefotografien, den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen.

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Anna Atkins

Google ehrt heute Anna Atkins mit einem Google Doodle zum 216. Geburtstag. Grund genug für uns, unsere Reihe „Große Fotografen“ mit einem Artikel über sie fortzusetzen.

Anna Atkins

Anna Atkins (* 16. März 1799 in Tonbridge, Kent; † 9. Juni 1871 Halstead Place, Halstead, Kent) wuchs als Halbwaise bei ihrem Vater John George Children auf, einem englischen Naturwissenschaftler. Nicht erstaunlich, dennoch für diese Zeit ungewöhnlich war es daher, dass Anna die Möglichkeit hatte, sich wissenschaftlichen Studien zuzuwenden. Sie spezialisierte sich auf Botanik und interessierte sich für Malerei und insbesondere Lithografie. Es war ihr ein Anliegen, ihre Arbeiten zur Botanik mit möglichst genauen und detailgetreuen Abbildungen zu illustrieren.

Anna Atkins 1861
Anna Atkins by Anonymous (RPS Yorkshire) [Public domain], via Wikimedia Commons

Im Februar 1839 kam es zu einer wichtigen Begegnung zwischen Anna und ihrem Vater sowie William Henry Fox Talbot, dem Pionier der Fotografie. Mehr lesen

Grosse Fotografen: James Nachtwey

 

James Nachtwey ist einer der bekanntesten Kriegsfotografen unserer Zeit. Sein großer Verdienst ist es, uns alle immer wieder eindrücklich darauf hinzuweisen, dass Krieg ist – immer, irgendwo. Seine Bilder sind eindringlich, naturgemäß Momentaufnahmen und sehr nah dran am Geschehen.

James Nachtwey wurde am 14.03.1948 in Syracruse (USA) geboren. Er studierte am Darthmouth College in New Hampshire Kunstgeschichte und Politikwissenschaften und entschloss sich bereits während des Studiums, Fotograf zu werden. Nach dem Studienabschluss jobbte er auf Handelsschiffen und als Lastwagenfahrer, bis er Assistent eines Nachrichtenredakteurs des Fernsehsenders NBC wurde. Die Fotografie erlernte er autodidaktisch und orientierte sich an Vorbildern wie Henri Cartier-Bresson, Josef Koudelka und Don McCullin.

1976 begann er seine Karriere als Lokalfotograf in Mexiko. Ab 1980 war er freier Fotograf in New York, von 1985 bis 2001 gehört er der renommierten Agentur Magnum an, anschließend bis 2011 der Agentur VII.

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Louis Jacques Mandé Daguerre

Grundsätzlich, aber insbesondere im Jahr des 175. Geburtstags der Fotografie, darf unter den großen Fotografen einer nicht fehlen:

Louis Jacques Mandé Daguerre

Louis Daguerre

Daguerre (* 18. November 1787 in Cormeilles-en-Parisis; † 10. Juli 1851 in Bry-sur-Marne) war einer der bedeutendsten Pioniere der Fotografie. Er wuchs in Orléans auf und wurde nach Beendigung der Schulzeit zunächst bei einem Architekten in die Lehre gegeben. Seine Liebe zum Zeichnen machte er später als Dekorations- und Theatermaler zum Beruf. Am Theater fand er vielfältige Beschäftigung und gefiel sich auch in kleineren Statistenrollen oder als Artist. 1816 wurde er leitender Bühnenmaler in einem Theater in Paris, wo ihn nicht nur seine Panoramabilder, sondern auch die Sorgfalt im Umgang mit Lichteffekten erfolgreich und bekannt machten. Einige Aufträge für die Pariser Oper folgten.
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Edward Steichen

Man darf ohne Übertreibung sagen, dass Edward Steichen (*27. März 1879 in Bivange / Luxemburg, † 25. März 1973 in West Redding, Connecticut / USA) eine der Schlüsselfiguren in der Geschichte der Fotografie ist.

Edward Steichen
Bild: F. Holland Day [Public domain], via Wikimedia Common

Edward Steichen und der Pictorialismus
1881 wandert die Familie Steichen nach Amerika aus. Edward Steichen absolviert eine Ausbildung zum Lithographen und studiert Malerei. Seine ersten Fotografien fertigt Steichen bereits 1895 an und macht die Bekanntschaft von Alfred Stieglitz, der ihn ermuntert und fördert. Beide gemeinsam gründen 1902 die Photo-Secession, einen Club, der sich dem Pictorialismus, also der Fotografie als Kunstform widmet. Steichen verhilft dem Pictorialismus zu einem Aufschwung: seine stimmungsvollen Bilder mit den typischen Merkmalen dieser Ausrichtung (Landschaften, Portaits und Aktfotografie mit geringer Konturenschärfe, diffusem Licht und fließenden, unscharfen Übergängen) werden vielfach in der Clubzeitschrift Camera Work veröffentlicht.
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