5×5 still lifes in Gießen

Das zeitgenössische Stillleben in der Fotografie. Ein Experiment.

Cover des Katalogs 5×5 still lifes (Foto: Jörg Sasse)

 

Die Idee: Fünf Künstler tun sich zusammen, reichen Gegenstände untereinander weiter und fotografieren damit Stillleben. Nach erfolgreicher Umsetzung hat das Künstlerprojekt von Felix Dobbert, derzeitiger Inhaber der Gastprofessur am Institut für Kunstpädagogik der Justus-Liebig-Universität Gießen, inzwischen bereits weite Kreise gezogen.

Nach erfolgreichen Ausstellungen im Palais für aktuelle Kunst, Kunstverein Glückstadt, und im Museum Ratingen sowie einer Buchpräsentation in der Kunsthalle Düsseldorf dürfen sich jetzt Kunstinteressierte in der Universitätsstadt Gießen und Umgebung auf eine Präsentation der Arbeiten im KiZ [Kultur im Zentrum] freuen. Die Ausstellung 5×5 still lifes ist vom 15. September bis 12. November 2017 in Gießen zu sehen.

Die Vernissage findet am 14. September 2017 um 19.00 Uhr im KiZ statt. Simone Maiwald, Leiterin des Kulturamtes der Universitätsstadt Gießen, wird die Gäste begrüßen; die inhaltliche Einführung übernimmt Nadia Ismail, Kuratorin der Kunsthalle Gießen.

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Taiyo Onorato & Nico Krebs. EURASIA

Anja HoenenDas Fotomuseum Winterthur präsentiert das Schweizer Duo Taiyo Onorato & Nico Krebs mit ihrem neuesten Projekt, den Bildern und Film Stills ihres Road Trips EURASIA.

Taiyo Onorato & Nico Krebs. EURASIA

„Wir bewegen uns im Glauben, unsere Welt werde immer kleiner. Wir essen Gemüse aus Neuseeland, kommunizieren in Echtzeit mit Menschen in Buenos Aires und Kapstadt, fliegen übers Wochenende nach New York und drucken Bücher in China. Wir spüren keine echten Distanzen mehr. Unsere westliche Welt ist im 24 Stunden Rhythmus erschlossen. Ein Blick aus dem Fenster eines Langstreckenfliegers.

11 Kilometer weiter unten ziehen Gebirge und Steppen vorbei, Felder und Dörfer. In jedem der kleinen Häuser wohnen Familien, auf den Strassen bewegen sich Fahrzeuge voller Menschen. Jeder dieser Menschen führt ein individuelles Leben, jeder hat eine Aussicht auf eine Landschaft und eine Geschichte. Der Gedanke lässt einem schwindlig werden. Man schliesst die Augen, die schiere Dimension der Vorstellung ist zu gewaltig. Wie sieht unsere Welt eigentlich aus? Wie durchquert man die grösste Landmasse des Planeten? Welche Bilder schaffen es bis nach Hause? Wie fühlt sich eine Strecke von 15’000 km an, wenn man sie auf dem Landweg zurücklegt, anstatt die Abkürzung durch den Jet Stream oder das Glasfaserkabel zu nehmen?“ (Onorato & Krebs) Mehr lesen