Pressefoto Bayern 2018: Die Sieger stehen fest

Euphorie in Grün

© Andreas Gebert

Eine Jury des Bayerischen Journalisten-Verbandes (BJV) hat eine Aufnahme des freien Fotografen Andreas Gebert aus München zum Pressefoto des Jahres 2018 gekürt. Das am 14. Oktober 2018 im Münchner Maximilianeum aufgenommene Siegerbild mit dem Titel Freude zeigt den Jubel der Politiker von Bündnis 90/Die Grünen nach der ersten Hochrechnung der Bayerischen Landtagswahl.

Während Henrike Hahn, Mitglied im Landesvorstand Bayern, und der Fraktionsvorsitzende im Bundestag Anton Hofreiter ihre Freude über das gute Abschneiden ihrer Partei freien Lauf lassen, verharrt der Bundesvorsitzende Robert Habeck auf dem Foto still in sich gekehrt.

„Ein Glückstreffer in vielerlei Hinsicht. So spontan und frenetisch, wie hier ein (Wahl)Sieg gezeigt wird, kann man eine Situation nicht besser erfassen. Der Kontrast zwischen der euphorischen Freude der bayerischen Grünen und der stillen Ergriffenheit von Robert Habeck, der noch nicht sehen mag, was geschehen ist, ist eine bildnerische Punktlandung. Ein Foto, das wie kein anderes für die politische Entwicklung in Deutschland steht“, urteilte die Jury.

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Pressefotografie und Archive in Afrika

Bilder des Zeitgeschehens

Seit einigen Jahren gewinnt afrikanische Fotografie, insbesondere historische (west)afrikanische Studio- und zeitgenössische Kunstfotografie, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Die afrikanische Pressefotografie in ihrer Funktion als Zeitkapsel und Gedächtnisspeicher für die nachfolgenden Generationen ist dagegen noch weitgehend unbekannt. Dabei haben gerade staatliche Pressefotoagenturen auf dem afrikanischen Kontinent zur Bildung nationaler und panafrikanischer Identitäten in der nachkolonialen Zeit eine eminent wichtige Rolle gespielt.

Die Fotoausstellung in der Photobastei Zürich thematisiert noch bis zum 20. Mai 2018 die kultur- und sozialgeschichtliche Bedeutung und das Forschungspotential von Pressefotografien und Pressefotoarchiven in Afrika. Sie ist ein Plädoyer für deren Erhaltung, Schutz und Nutzung.

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Der entscheidende Moment. 70 Jahre Syndikat Foto Film

Nicht nur Magnum wird 70

Mit der Gründung des Syndikats der Pressefotografen, Pressebildagenturen und Filmreporter (Syndikat Foto Film) wurde 1947 der Grundstein für die Wiederbelebung eines unabhängigen Bildjournalismus in Österreich gelegt. Seit siebzig Jahren vertritt der Verein die Interessen seiner Mitglieder und hat die Entwicklung der hiesigen Pressefotografie entscheidend mitgestaltet.

Aus Anlass des Jubiläums zeigt WestLicht in Wien noch bis zum 5. November 2017  in knapp 120 Abzügen und einer Projektion einen Blick in die Geschichte und die Gegenwart des Syndikats und in die Arbeit seiner Fotografinnen und Fotografen.

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Krieg der Bilder: Pressefotografie von 1945-1955

Tagung in Wien vom 4. bis 6. Oktober 2017

Basch, Johann und Fritz, Die 4 im Jeep reichen sich die Hände, 14. September 1955, Oberösterreichische Nachrichten, Archiv Brüder Basch, A 2342, Umschlag 26

Zerbombte Städte, Besatzungsmächte, heimkehrende Kriegsgefangene – Pressefotos aus der Nachkriegszeit wirken ebenso bedrückend wie faszinierend. Im Rahmen einer Tagung zum Projekt War of Pictures des Wissenschaftsfonds FWF  werfen ExpertInnen von 4. bis 6. Oktober 2017 in Wien einen spannenden Blick auf die AkteurInnen, Hintergründe und Propagandastrategien der Pressefotografie nach 1945.

Interessierte können sich bis 29. September 2017 anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos. Hier sind die Details:

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