ARTfilm2: Kunstfilmreihe „Moderne Fotografie“

Immer mittwochs in Würzburg

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Filmische Streifzüge durch die Welt der zeitgenössischen Fotografie könnt Ihr jetzt an vier Terminen im Spitäle in Würzburg erleben. Das Spitäle ist einer der beeindruckendsten Ausstellungsräume in Würzburg und Umgebung mit einem ganz besonderen Ambiente. Jeweils vor dem Film gibt es eine kurze und unterhaltsame Einführung zu den Fotografen und ihren Werken. Anschließend ist Gelegenheit für Gespräche, Wein und Music bei der Afterparty.

Die folgenden Filme und Termine stehen zur Auswahl:

Mittwoch, 13. Januar 2016 19 Uhr – VISUAL ACOUSTICS The Modernism of Julius Shulman

Dokumentarfilm, USA 2009, 83 Minuten, englisch mit eingesprochener Übersetzung. Die Dokumentation zeigt Leben und Karriere eines der größten Architekturfotografen der Welt: Julius Shulman, Wegbereiter der modernen Architekturfotografie. Zur Einführung spricht Architekturfotograf Harald Müller Wünsche über das Wesen der Architekturfotografie und zeigt einige seiner Bilder. Der Eintritt ist frei, um eine freiwillige Spende wird gebeten.

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Filmrezension: Das Salz der Erde

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1. Haptik/Ausstattung

Rezensiert wird die DVD-Version. Sie kommt im gängigen Plastik-Etui inklusive Pappschuber. Nettes Detail: im Inneren des Etuis finden sich neben der DVD vier Postkarten mit Salgados Fotos, deren Motiven man im Film wieder begegnet. Man kann sie ansehen, einrahmen, versenden oder einfach in der weißen Banderole belassen, die sie zusammenhält.

2. Die Autoren

Wim Wenders muss nicht näher vorgestellt werden, Teile seines filmischen Werks sind sicher den meisten geläufig. Im Doku-Fach ist er ein Meister und das wird im vorliegenden Fall mehr als deutlich. Juliano Ribeiro Salgado ist der Sohn von Sebastião Salgado. Er begleitet Wim Wenders bei dessen Annäherung an den Fotografen. Und das ein Stück weit mit eigener Neugier auf den Mann, der sein Vater ist.

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Sebastião Salgado. GENESIS

Hier ist die letzte Gelegenheit, die faszinierende Ausstellung von Sebastião Salgado in Deutschland zu sehen: noch bis zum 24.01.2016 zeigt das Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung in München „GENESIS“.

Sebastião Salgado. GENESIS

Sebastião Salgado, ehemaliger Kriegs- und Krisenfotograf und früheres Mitglied der Agentur Magnum, ist einer breiten Öffentlichkeit durch den preisgekrönten Dokumentarfilm „Das Salz der Erde (Regie: Wim Wenders, 2014)“ bekannt geworden. Das Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung präsentiert ab dem 9. Oktober die Fotoausstellung „GENESIS“.

Die Ausstellung umfasst rund 250 großformatige Fotografien. Zu sehen sind faszinierende unberührte Naturräume, die dem Zugriff unserer modernen Zivilisation bisher entgangen sind. Neben der Tier- und Pflanzenwelt fotografierte Salgado auch indigene Völker. Read more

Sebastião Salgado. Genesis

Genesis, die einzigartige Fotoausstellung von Sebastião Salgado, macht Station in Deutschland: C/O Berlin präsentiert sie ab dem 18.04.2015. Am gleichen Tag eröffnet übrigens in Düsseldorf die Ausstellung von Wim Wenders, der den Oskar-nominierten Film „Das Salz der Erde“ über Sebastião Salgado realisierte. Ausstellungshopping würde sich hier lohnen, wenn auch die Entfernungen groß sind.

Sebastião Salgado. Genesis

Eröffnung 17. April 2015, 19 Uhr

Archaische Vulkanlandschaften, arktische Eismassen, mäandernde Fluss-Canyons, nebelumhüllte Gebirgsketten, ursprüngliche Regenwälder und endlose Sanddünen – Genesis ist eine visuelle Hommage an den blauen Planeten. Der Fotograf Sebastião Salgado dokumentiert in opulenten Schwarz-Weiß-Fotografien die überwältigende Schönheit und die Artenvielfalt unberührter Flora und Fauna sowie indigener Völker.

Sein ästhetisch beeindruckender, großformatiger Bilderzyklus ist das Ergebnis einer langjährigen Expedition mit dem Ziel, über das Medium Fotografie das Bewusstsein für die Kostbarkeit der letzten unberührten Winkel der Erde zu schärfen. Das Genesis-Projekt ist Sebastião Salgados Appell an die Zivilisation, einen Teil des Planeten in seiner Ursprünglichkeit und faszinierenden Diversität zu bewahren. Read more

Applaus in Cannes: Wenders-Doku „The Salt of the Earth“ ist eine Hommage an Sebastiao Salgado

Gestern abend bei den Filmfestspielen in Cannes: In der Rubrik „Un certain regard“ hat die Dokumentation „The Salt of the Earth“ von Wim Wenders und und Juliano Ribeiro Salgado Weltpremiere und wird mit minutenlangem Applaus gefeiert.

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Wenders, selbst ambitionierter Fotograf, erzählt in seinem Film über das Leben und Werk des brasilianischen Fotografen Sebastiao Salgado. Der 70-jährige Fotograf reist seit Jahrzehnten weltweit in Krisengebiete und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensumstände und das Elend der Menschen zu dokumentieren. Damit steht er in der Tradition der sozialdokumentarischen Fotografie. Berühmt und bekannt ist z.B. seine Fotoreportage über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Goldschürfer in der Goldmine Serra Pelada.

Seit 1979 Magnum-Fotograf verließ Salgado 1994 die bedeutende Agentur und gründete zusammen mit seiner Frau seine eigene Agentur Amazonas Images. Seitdem widmet er sich fotografischen Langzeitprojekten, in denen er in eindringlichen Schwarz-Weiß-Fotografien einfühlsam und entlarvend zugleich die Realitäten der Menschen am unteren Rande der Gesellschaft zeigt.

Auf Bitte des Fotografen selbst begleitete Wim Wenders die Arbeit an Salgados Langzeitprojekt „Genesis“. Nach 2-jährigen Filmarbeiten von Wenders und Salgados Sohn Juliano Ribeiro Salgado entstand „The Salt of the Earth“. Die Dokumentation startet in Cannes in der Kategorie „un certain regard“, in der  Filme gefördert werden, deren Thematik zu speziell für den offiziellen Wettbewerb sind.  Der Film kommt am 15.10.2014 zunächst in die französischen Kinos.

Das große Fotoprojekt „Genesis“, an dem Salgado über 9 Jahre lang gearbeitet hat, ist sein Tribut an die Schönheit der Erde. Zum ersten Mal widmete er sich der Fotografie unberührter Landschaften. Nach Ausstellungen in Singapur, Tokyo, Stockholm und New York in diesem Jahr werden Bilder aus „Genesis“ 2015 im Martin Gropius Bau in Berlin zu sehen sein.

Mehr Informationen zu „The Salt of the Earth“ und den Akteuren und Mitwirkenden gibt es im offiziellen pdf-Dokument auf der Seite der Filmfestspiele in Cannes.

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